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Pressemitteilung
HOCHBAHN testet längsten Niederflurbus der Welt
16. January 2004
25-Meter-Doppelgelenkbus vom 19. Januar bis zum 12. März 2004 auf der MetroBuslinie 5 im Einsatz

Im Beisein des Aufsichtsratsvorsitzenden der HOCHBAHN, Bau- und Verkehrssenator Mario Mettbach, stellten der HOCHBAHN-Vorstandsvorsitzende Günter Elste und sein Busvorstand Heinrich Klingenberg den Doppelgelenkbus heute der Öffentlichkeit vor. Bis zum 12. März wird das innovative Fahrzeug (AGG 300) der belgischen Firma Van Hool zwischen Hauptbahnhof/ZOB und Niendorf Markt auf der MetroBuslinie 5 getestet. Der Bus könnte dort, wo hohe Fahrgastzahlen häufig zu Kapazitätsproblemen führen, eine Alternative sein.

 

Hintergrund des Einsatzes

 

Mit mehr als 50.000 Fahrgästen täglich ist die MetroBuslinie 5 die meistgenutzte Buslinie Europas. Obwohl auf ihr nur Gelenkbusse eingesetzt werden (18-Meter-Busse) und diese zudem im Abstand von wenigen Minuten fahren, wird es für die Fahrgäste oft eng. Noch mehr Busse einzusetzen, würde das Problem nicht lösen: Schon bei geringen Verzögerungen, die sich im Großstadtverkehr einfach nicht ausschließen lassen, würden die Busse sich gegenseitig durch Pulkbildung behindern. Der Doppelgelenkbus kann also für die Fahrgäste eine erhebliche Steigerung der Beförderungsqualität bedeuten und gleichzeitig für die HOCHBAHN unter wirtschaftlichen Aspekten von Vorteil sein. Nach ersten Schätzungen sind für die Linie 5 bei besserer Qualität für die Kunden Einsparungen bis zu einer Million Euro jährlich möglich. Gleichzeitig wird getestet, ob der AGG 300 problemlos alle Straßen und Kreuzungen der Linienstrecke passieren und auch alle Haltestellen der Metrobuslinie 5 bedienen kann.

 

Der Bus

 

Der AGG 300 der belgischen Firma Van Hool bewährt sich schon seit 2002 im niederländischen Utrecht. Er bietet 70 Sitz- und 113 Stehplätze sowie zwei Notplätze. Damit kann er 40 Fahrgäste mehr mitnehmen als ein konventioneller 18-Meter-Gelenkbus. Zudem bietet er jede Menge Komfort: Mit einer Einstiegshöhe von 33 Zentimetern ist der Bus komplett niederflurig. Die Einstiegsplattformen sind geräumig, der Zugang zu den Plätzen stufenlos und es gibt großzügige Abstellflächen für Kinderwagen und Rollstühle. Eine manuell ausklappbare Rollstuhlrampe befindet sich an der zweiten von insgesamt vier Türen.
Obwohl der Doppelgelenkbus 30 Prozent länger ist als ein normaler Gelenkbus, ist sein Wendekreis mit 24 Metern nur fünf Prozent größer.
Der 360 PS starke Turbodiesel-Motor befindet sich im ersten Teil des Wagens, treibt die zweite Achse an und erfüllt die Euro 3-Abgasnorm.
Auf dem Betriebshof Langenfelde werden ca. zehn Fahrerinnen und Fahrer geschult – sie dürfen den Doppelgelenkbus acht Wochen durch Hamburg steuern.

 

HOCHBAHN-Chef Günter Elste: „Wir freuen uns, unseren Fahrgästen auf der MetroBuslinie 5 mit diesem außergewöhnlichen Fahrzeug eine Attraktivitätssteigerung bieten zu können und sind uns sicher, dass der Test ein voller Erfolg werden wird.“