Dipl.-Geograf Martin Bastians wurde von der HOCHBAHN-Stiftung mit dem Max-Brauer-Preis 2003 ausgezeichnet. In Anwesenheit von Bürgerschaftspräsidentin Dr. Dorothee Stapelfeldt vergab die Stiftung weitere Preise an Dipl.-Ing. Stephan Wätzold und Dipl.-Geograf Enno Poppinga. Die Max-Brauer-Stiftung für Begabtenförderung – eine Stiftung der HOCHBAHN aus dem Jahre 1961 – vergibt alle zwei Jahre im Rahmen eines öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerbs ihre Förderpreise zum Themenkomplex Öffentlicher Personennahverkehr.
Den ersten Preis – dotiert mit 5.000 Euro – erhielt Martin Bastians für seine Diplomarbeit über „Bahnhofsreaktivierungen in Schleswig-Holstein – eine Chance für Dienstleistungsbündelung und Ortskerngestaltung“. Bastians betrachtete das Spannungsfeld zwischen den Interessen der Kommunen und der Deutschen Bahn AG anhand ausgewählter Fallbeispiele. Seine Arbeit beinhaltet zahlreiche spezifische Handlungsempfehlungen mit einer verkehrswissenschaftlich und städtebaulich überzeugenden Argumentation. Die Jury lobte ausdrücklich die Qualität und Unterhaltsamkeit der Arbeit.
Stephan Wätzold wurde für seine technische Diplomarbeit mit dem zweiten Preis in Höhe von 2.500 Euro ausgezeichnet. Er untersuchte die Frage, ob für eine im Jahr 1921 erbaute U-Bahn-Brücke unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Instandsetzung oder eine Erneuerung sinnvoller wäre. Sein konstruktiver Lösungsvorschlag für einen Brückenneubau in Stahlbauweise beinhaltet den Entwurf und die statische Berechnung des Tragwerks in professioneller Qualität.
Der dritte Preis – dotiert mit 2.000 Euro – wurde an Enno Poppinga für seine Untersuchung der Zukunftschancen ausgewählter Schienen-Nebenstrecken in ländlichen Regionen vergeben. Neben diesen drei Hauptpreisen geht ein Anerkennungspreis von 1.000 Euro an Irina Ahrend und Helga Bahmer für ihre künstlerische Diplomarbeit, die sich in unkonventioneller Form mit dem Öffentlichen Personennahverkehr auseinandersetzt.
Die Teilnehmer konnten schriftliche Arbeiten zu vielen Einzelthemen aus den verschiedensten Fachgebieten einreichen – Verkehrspolitik zählt ebenso dazu wie Volks- oder Betriebswirtschaft, Ingenieurwissenschaften, Personalwirtschaft, aber auch Betrieb, Technik, Organisation oder Umweltschutz. Die Verfasser müssen berufstätig sein oder – wenn sie noch studieren – eine vor dem Studium liegende, abgeschlossene Berufsausbildung oder eine sonstige Berufstätigkeit nachweisen können. Auch eine berufliche Weiterbildung kann im Rahmen der Preisvergabe ge-fördert werden.
Um ihren langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden, Bürgermeister Dr. h.c. Max Brauer, für seine Verdienste zu ehren, hat die Hamburger Hochbahn AG im Jahre 1961 eine gleichnamige Stiftung für Begabtenförderung errichtet. Für Max Brauer, selbst Autodidakt, hatten die Begabtenförderung sowie die Chancengleichheit einen hohen Stellenwert. Sein Ziel war es, die bessere Nutzung von Begabungen zum Wohl der Allgemeinheit zu ermöglichen.
Die HOCHBAHN als Trägerin der Stiftung fördert mit den vergebenen Preisen aber nicht nur begabte Nachwuchskräfte in ihrer Aus- oder Weiterbildung. Gleichzeitig soll der im Rhythmus von zwei Jahren ausgeschriebene Wettbewerb um den Max-Brauer-Preis neue Impulse für den öffentlichen Personennahverkehr in Hamburg geben und zur Intensivierung der Kommunikation zwischen Forschung und Lehre der Hochschulen einerseits und der ÖPNV-Politik und -Praxis andererseits beitragen.
Nächste Ausschreibung des Max-Brauer-Preises
Der Wettbewerb für die nächste Preisvergabe ist bereits ausgeschrieben. Die Arbeiten und Unterlagen müssen bis zum 1. Oktober 2004 eingereicht werden. Die Teilnahmebedingungen können bei der HOCHBAHN, Max-Brauer-Stiftung, angefordert werden. Ansprechpartner ist Dipl.-Soz. Reiner Horak, Tel.: (040) 3288-2692, E-Mail: reiner.horak@hochbahn.de.