Knapp drei Wochen nach dem symbolischen Spatenstich für die U4 in der HafenCity gibt es gute Nachrichten für die Hamburger Innenstadt: Gemeinsam mit den bauausführenden Unternehmen ist es der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) gelungen, die Auswirkungen der erforderlichen Baumaßnahmen am Anleger Jungfernstieg deutlich zu reduzieren. Die Bauzeit wird sechs Monate kürzer als geplant. Zudem kann die notwendige Baufläche für die letzten zwölf Monate um mehr als 50 Prozent verringert werden.
Bei der Vorstellung der Detailplanungen für die Bauarbeiten am Anleger Jungfernstieg betonte Ulrich Sieg, Vorstandsmitglied der HOCHBAHN: „Wir haben alles daran gesetzt, die notwendigen Eingriffe am Anleger Jungfernstieg zu minimieren. Gemeinsam mit unseren bauausführenden Partnern haben wir jetzt eine Lösung erzielt, die mit deutlich weniger Einschränkungen verbunden ist, als es noch im Planfeststellungsbescheid und in der Ausschreibung vorgesehen war."
Die Bauarbeiten am Anleger Jungfernstieg werden nun – statt wie ursprünglich geplant im Januar – erst im Mai 2008 beginnen. Im Februar 2010 wird die Baustellenfläche bereits um mehr als die Hälfte zurückgebaut, bevor dann Ende Februar 2011 der komplette Anleger Jungfernstieg in der jetzigen Form wieder hergestellt wird. "Angesichts der erforderlichen Arbeiten und der technischen Herausforderungen beim Einbau eines zusätzlichen Fluchttunnels in der U-Bahn-Haltestelle und beim Bau der Zielschächte für die Schildvortriebsmaschine haben wir eine wirklich optimale Lösung erreicht", freut sich Sieg.
Auch der Einzelhandel ist mit der aktuellen Entwicklung zufrieden. Ulf Kalkmann, Geschäftsführer des Landesverbandes des Hamburger Einzelhandels: "Alle anderen Vorschläge, die im Vorfeld diskutiert wurden, hätten deutlich mehr Einschränkungen für die Hamburger Innenstadt bedeutet. Deshalb begrüßt der Einzelhandel diese Lösung, die sowohl auf die Besucher der Innenstadt als auch auf die Einzelhändler Rücksicht nimmt."
Die Hochbahn erwartet, dass täglich rund 35.000 Fahrgäste die neue U-Bahn-Linie nutzen werden. Der Anschluss der U4 am Jungfernstieg setzte sich in einem aufwendigen Verfahren, bei dem insgesamt 34 verschiedene Varianten geprüft wurden, hinsichtlich der verkehrlichen, wirtschaftlichen und stadtentwicklungspolitischen Kriterien eindeutig durch.
Parallel zum Beginn der Bauarbeiten trifft die HOCHBAHN alle Vorbereitungen, um die Wiederherstellung des Anlegers Jungfernstieg Anfang 2011 in der jetzigen Form zu gewährleisten. "Wir werden nicht nur die 14 Bäume, die entfernt werden müssen, in einer Baumschule zwischenlagern, sondern auch alle Gehwegplatten und Bänke, und sie nach Beendigung der Bauarbeiten wieder einsetzen", sicherte der HOCHBAHN-Vorstand zu. Im März 2011 wird der Anleger Jungfernstieg exakt die heutige Gestalt wieder erhalten.
Die jetzt präsentierten Detailplanungen sehen zudem vor, der Baustelle eine hohe Anziehungskraft zu verleihen. Für die Schiffe der Alsterflotte wird ein gut 100 Meter langer und 9 Meter breiter Ponton gebaut, der in die Binnenalster hinein führen wird. Gleichzeitig soll ein attraktiver Informationspavillon allen Besuchern einen Einblick in das Bauverfahren und den Bauverlauf geben. Sieg: "Wir werden aus der Baustelle eine Schaustelle machen und damit zusätzliche Besucher zum Jungfernstieg holen."
Alle weiteren Informationen zum Bau der U4 unter www.hochbahn.de.