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Pressemitteilung
Sieben Baumaßnahmen auf einen Streich
22. May 2012
HOCHBAHN startet Großprojekt „Winterhuder Brücken“

100 Jahre ist die U3-Ringlinie der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) alt. Im Juni beginnen die notwendigen Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten auf der U-Bahn-Strecke zwischen den Haltestellen Kellinghusenstraße und Barmbek. Während der Streckensperrung vom 7. Juni bis zum 28. August werden drei Brückenbauwerke erneuert, ein Tunnel und eine Unterführung instandgesetzt und zwei Haltestellen saniert.

 

Die HOCHBAHN sorgt mit den anstehenden Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen, dafür, dass das 100 Jahre alte
U-Bahn-System auch für die nächsten Jahrzehnte fit ist. „Um den U-Bahn-Verkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, bündelt die HOCHBAHN schon seit Jahren erfolgreich die notwendigen Einzelmaßnahmen zu Großprojekten“, sagt Ulrich Sieg, HOCHBAHN-Vorstand für Betrieb und Infrastruktur.

Das Projekt „Winterhuder Brücken“ umfasst die U-Bahn-Strecke zwischen den Haltestellen Kellinghusenstraße und Barmbek. Insgesamt werden auf dem Teilstück des U3-Rings drei Brückenbauwerke erneuert: die Brücken Saarlandstraße und Sierichstraße sowie eine Brücke auf dem Betriebshof Barmbek. Die U-Bahn-Brücke Dorotheenstraße wird, wie der Tunnel auf dem Betriebsgleis Saarlandstraße, instandgesetzt. Bei den Brückenneubauten optimiert die HOCHBAHN auch das Erscheiningsbild der Bauwerke. So wird die über 42 Meter lange Saarlandstraßenbrücke zukünftig auf einem filigranen Stützpfeiler stehen, statt auf einem massiven Betonsockel. Die HOCHBAHN saniert im Zuge der Maßnahme auch die Haltestellen Saarlandstraße und Sierichstraße unter historischen Gesichtspunkten. Während der Arbeiten werden zudem Schwellen und Schienen erneuert und die Signaltechnik modernisiert. Die HOCHBAHN investiert insgesamt 17 Millionen Euro.

Für die Arbeiten muss die Strecke vom 7. Juni bis zum 28. August zwischen den Haltestellen Kellinghusenstraße und Sierichstraße gesperrt werden. Die HOCHBAHN bittet die Fahrgäste zu prüfen, ob das Fahrziel mit anderen Schnellbahnen zu erreichen ist. Selbstverständlich wird die U3 auch auf diesem Teilstück durch einen Busverkehr ersetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Niederflur-Busse der HOCHBAHN bedienen alle U-Bahn-Haltestellen an der Strecke und zusätzlich die Haltestelle Hudtwalckerstraße, um eine weitere Umsteigemöglichkeit zur U1 anzubieten. Die Fahrzeiten können sich, je nach Verkehrslage, um bis zu 20 Minuten verlängern.

Bei der Sanierung der 100-Jahre alten Haltestellen arbeitet die HOCHBAHN eng mit dem Denkmalschutzamt zusammen. So wird die Eingangstür der Haltestelle Sierichstraße nach historischem Vorbild nachgebaut. Auf der Haltestelle Saarlandstraße wird der Bahnsteig grundinstandgesetzt und das Dach vollständig saniert.

Die HOCHBAHN wird die Maßnahme, wie auch bei vergangenen Großprojekten, mit einer breiten Fahrgastkommunikation begleiten. So werden frühzeitig ab dem 23. Mai 200 Plakate auf den Haltestellen, 400 Aufkleber auf Fahrkartenautomaten und 430 Türscheibenplakate in den Zügen auf die Streckensperrung aufmerksam machen. An den betroffenen Haltestellen werden im Vorfeld 60.000 Informationsflyer verteilt. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste erhalten in allen Aufzügen des U-Bahn-Systems Tipps zur barrierefreien Fahrt. Durchsagen und Informationen über die Zugzielanzeiger ergänzen die Fahrgastinformation.

„Unsere Fahrgäste zeigen großes Verständnis für die notwendigen Arbeiten an der 100 Jahre alten Infrastruktur – wenn sie umfassend und rechtzeitig im Vorfeld informiert sind. Deswegen legen wir auf eine breite Informationskampagne größten Wert“, sagt Ulrich Sieg.

Bei dem spektakulären Einhub der bis zu 42 Meter langen Brückenteile sind Schaulustige herzlich willkommen. Voraussichtlich am 3./4. August und am 11./12. August werden die Brückenteile an der Saarlandstraße und Sierichstraße mit Großkränen eingehoben. Zu diesem Baustellenhighlight wird die HOCHBAHN die Öffentlichkeit rechtzeitig informieren.