Der Trog

Kern- und Herzstück des Projekts ist der Tunnel-Trog am Adolphsplatz/Mönkedamm, der sich unter dem Gebäude des Handelskammer Innovation Campus (HKIC) befindet. Der Tunnelausgang aus Betonfundament und -wänden, über den die U-Bahnen vom Rathaus kommend auf die Rampe weiter Richtung Rödingsmarkt fahren, muss abgerissen und neu aufgebaut werden.

Der Grund: Der Trog wird von im Wasser stehenden Holzpfählen getragen, die inzwischen starke Erosionserscheinungen aufweisen. Nur, wenn die HOCHBAHN das Bauwerk komplett erneuert und neue Pfähle in den Boden bringt, kann ein weiterhin zuverlässiger und sicherer U-Bahn-Betrieb gewährleistet werden. Die Sperrung der Strecke ist also alternativlos.

Die Sicherheit der Fahrgäste auf der U3 war und ist stets gegeben. Dennoch gilt schon jetzt im Bereich des Tunnel-Trogs eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, um das über 100 Jahre alte Bauwerk nicht zu sehr zu belasten.

 

© Hamburger Hochbahn AG 2021

14 Monate Bauzeit – der Zeitplan:

Errichtung eines Fangedamms aus Kreiszellen (temporär errichteter Damm) im Mönkedammfleet und Absenkung des Wasserstands, damit ungehindert gearbeitet werden kann. In den Damm wird eine Fischleitung eingebaut, um den Fischen weiterhin ihren Weg zwischen Elbe und Alster zu ermöglichen. Der Damm sorgt auch dafür, dass während der Bauzeit kein Wasser in die innerstädtischen U-Bahn-Tunnel der U1 und U3 eindringen kann.

Nun werden auf der Strecke zwischen dem Trog und der Haltestelle Rödingsmarkt Gleise, Schotter, Kabel und Stromschienen entfernt. Daher wird hier die U3 ab dem 28. Januar, 21 Uhr, nicht mehr fahren. Außerdem werden – um die erforderliche Baufreiheit zu schaffen – Teile der Fassade des HKIC-Gebäudes zurückgebaut.

Die Trog-Seitenwände und Teile des Trog-Bodens, die sogenannte Sohle, werden abgerissen und abtransportiert. In den verbleibenden Betonboden werden ca. 100 Löcher für die neuen Pfähle aus Stahl gebohrt.

Die ca. 100 insgesamt 15 Meter langen Mikropfähle aus Stahl werden zwischen den bestehenden Holzpfählen in den Boden eingebracht. Die Holzpfähle können im Boden verbleiben.

Die neuen Gleise liegen, somit kann die U3 ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Schließlich wird noch das umliegende Mauerwerk hergestellt, die Fassade des HKIC-Gebäude wieder montiert und der Damm zurückgebaut. Fahrbahn, Gehweg und Parkplätze am Mönkedamm werden zudem wieder in ihren Ursprungszustand versetzt.  

Aktuelle und historische Aufnahmen des Trogs

Erneuerung des Trogs U3 Innenstadt
Erneuerung des Trogs U3 Innenstadt
Erneuerung des Trogs U3 Innenstadt
Historische Aufnahme des Trogbaus
Damals wie heute eine bauliche Herausforderung: Der Trog. © HOCHBAHN