U1: Wochenend-Sperrungen für Gleisbauarbeiten

Betrieb und Kunden , Infrastruktur | 16.09.2015

18. bis 20. September: Busse statt Bahnen von Fuhlsbüttel Nord bis Ohlsdorf

Aufgrund notwendiger Gleisbauarbeiten fahren auf verschiedenen Abschnitten der Linie U1 im September und Oktober an einigen Wochenenden Busse statt Bahnen. Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) richtet folgende Ersatzverkehre (jeweils in beide Richtungen) ein:

 

  • Fuhlsbüttel Nord bis Ohlsdorf
    18. September, ca. 21.15 Uhr, bis 20. September, Betriebsschluss
    Der Ersatzverkehr bedient auch die Haltestelle Langenhorn Markt.

 

  • Lattenkamp bis Fuhlsbüttel Nord
    9. Oktober, 20 Uhr, bis 11. Oktober, Betriebsschluss
    30. Oktober, 20 Uhr, bis 1. November, Betriebsschluss
    Zwischen den Haltestellen Lattenkamp und Langenhorn Markt wird zusätzlich ein Express-Bus als Direktverbindung eingesetzt.

 

  • Wandsbek-Gartenstadt bis Farmsen
    16. Oktober, 21.30 Uhr, bis 18. Oktober, Betriebsschluss
    23. Oktober, 21.30 Uhr, bis 25. Oktober, Betriebsschluss
    Die Fahrzeiten können sich je nach Verkehrslage um bis zu 20 Minuten verlängern.

Erhöhte Schlagzahl bei Instandhaltung aufgrund stetig steigender Fahrgastzahlen

Mit rund 390 000 Fahrgästen werktäglich auf einer 55 Kilometer langen Strecke ist die U1 eine der Hauptschlagadern des öffentlichen Nahverkehrs in Hamburg und die längste U-Bahn-Linie Deutschlands. Stetig steigende Fahrgastzahlen im Laufe der vergangenen Jahre bedeuten dichtere Takte und mehr Fahrzeuge – und damit auch eine erhöhte Schlagzahl bei Instandhaltungsmaßnahmen im über 100 Jahre alten U-Bahn-Netz. Dazu gehört unter anderem der Austausch von Schwellen, Weichen oder Stromschienen sowie die Sanierung von Tunneln.

 

„Die Herausforderung besteht darin, die Maßnahmen so zu bündeln, dass die Einschränkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich gehalten werden. Deshalb legen wir Gleisbauarbeiten oder eine Tunnelsanierung – wo es geht – mit notwendigen Streckensperrungen für den barrierefreien Ausbau zusammen. Manchmal müssen wir aber auch da ran, wo wir gerade keine Brücke sanieren oder eine Haltestelle barrierefrei ausbauen. Dann verlegen wir die Arbeiten in die Betriebspausen oder bündeln sie an den verkehrsärmeren Wochenenden“, erklärt Horst Hoffmann, bei der HOCHBAHN verantwortlich für die Bahnanlagen.

 

Die Schlagzahl hat sich für die HOCHBAHN in den vergangenen Jahren in etwa verdoppelt – entsprechend hoch ist neben dem eigentlichen Arbeitseinsatz vor Ort auch der Planungsaufwand. Denn Baustellen der HOCHBAHN müssen ebenso berücksichtigt werden wie Bauprojekte anderer Verkehrsunternehmen.

Technische und materielle Weiterentwicklungen steigern Effizienz

Um die Sperrzeiten auf das Minimum zu reduzieren, arbeitet die HOCHBAHN mit neuesten technischen Geräten und Materialien. So werden im Außenbereich inzwischen überwiegend Beton- statt Holzschwellen eingebaut, weil sie mit 50 Jahren eine deutlich längere Haltbarkeit aufweisen. Beim Wechsel an Wochenenden kann durch den effizienten Einsatz eine Strecke von etwa 300 Metern bearbeitet werden. Die Ausführung der Arbeiten in nächtlichen Betriebspausen würde eine in etwa zehn Mal so lange Arbeitszeit erfordern.