U1-Haltestelle Ochsenzoll ist barrierefrei

Betrieb und Kunden , Infrastruktur | 20.11.2015

  • Aufzug eingebaut, Blindenleitsystem installiert und Bahnsteig erhöht
  • Großprojekt ist im Zeitplan: U2-Haltestelle Rauhes Haus folgt noch dieses Jahr



Nach achtmonatiger Bauzeit ist die Haltestelle Ochsenzoll seit heute barrierefrei: Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) hat hier in den vergangenen acht Monaten bei laufendem U-Bahn-Betrieb am östlichen Zugang (Richtung Fibigerstraße) einen Vertikalaufzug eingebaut, den Bahnsteig teilerhöht und Orientierungshilfen sowie ein Leitsystem für sehbeeinträchtige Fahrgäste installiert.


Bezirksamtsleiter Harald Rösler: „Ich bin froh und dankbar, dass die HOCHBAHN im Senatsauftrag die Anstrengungen für das Programm zum barrierefreien Umbau von Haltestellen stark beschleunigen konnte und nun auch Ochsenzoll diesem Standard entspricht. Barrierefreiheit ist ein Stück Lebensqualität, das wir möglichst überall verfügbar haben möchten. Ich hoffe, dass wir spätestens zu den olympischen Spielen bzw. den Paralympics in 2024 den öffentlichen Raum, wo möglich, von Barrieren befreit haben werden. Die Paralympics werden da hoffentlich einen sehr willkommenen zusätzlichen Schub auslösen."


Die Haltestelle Ochsenzoll ist bereits die 18. von 21 Haltestellen, die seit 2012 im Rahmen des beschleunigten Programms zum barrierefreien Ausbau des U-Bahn-Netzes ausgebaut werden. „Das Ergebnis des barrierefreien Ausbaus ist mit den drei Elementen Aufzug, Bahnsteigerhöhung und Orientierungshilfen an allen Haltestellen zwar immer das gleiche – aber der Weg dorthin ist bei jedem Standort eine neue Herausforderung. Die Haltestelle Ochsenzoll stammt zum Beispiel aus dem Jahr 1920 – der Bereich, in dem wir den Aufzug errichtet haben, aus den 60er Jahren. Um in diesem baukonstruktiven und städteräumlichen Umfeld die bestmögliche Lösung zu finden, wägen wir verschiedene Optionen genau ab und arbeiten dabei eng mit den Interessensvertretern wie zum Beispiel der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen zusammen“, erklärt Wirtschaftsingenieur Kurt Rohr, bei der HOCHBAHN zuständig für das Haltestellenmanagement. Für den Umbau der Haltestelle, die täglich von rund 14 000 Fahrgästen genutzt wird, wurde rund eine Million Euro investiert.



Großprojekt liegt im Zeitplan

Noch in diesem Jahr werden die Arbeiten für den barrierefreien Ausbau der U2-Haltestelle Rauhes Haus abgeschlossen. Parallel wird an den U1-Haltestellen Stephansplatz und Klosterstern gearbeitet, die im Frühjahr beziehungsweise Sommer des kommendes Jahres fertig gestellt sein werden.


Anfang des kommenden Jahres fällt dann der Startschuss für die Phase 2 des Großprojekts. Bis Anfang des kommenden Jahrzehnts soll das Hamburger U-Bahn-System komplett barrierefrei ausgebaut sein.