Barrierefreier Ausbau U3 Innenstadt kann starten

Betrieb und Kunden , Infrastruktur | 09.08.2019

U3-Haltestelle Mönckebergstraße HOCHBAHN Hamburg
So wird die U3-Haltestelle Mönckebergstraße nach den Umbauarbeiten aussehen. © HOCHBAHN
  • Planfeststellungsbeschluss für U3-Haltestelle Mönckebergstraße
  • Bauarbeiten starten Anfang 2020

Der Planfeststellungsbeschluss für den barrierefreien Ausbau der U3-Haltestelle Mönckebergstraße ist von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) erteilt worden. Für den barrierefreien Ausbau der Haltestelle wird die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) zwei Aufzüge einbauen, die Bahnsteige komplett erneuern und für den niveaugleichen Ein- und Ausstieg anheben sowie Orientierungssysteme für sehbehinderte und blinde Menschen installieren. Gleichzeitig wird die Haltestelle komplett saniert und modernisiert sowie ein zweiter Zugang mit zwei Treppen Richtung Hauptbahnhof gebaut. Die Haltestelle wird derzeit von rund 15 000 Fahrgästen pro Tag genutzt. Die HOCHBAHN investiert rund 16 Millionen Euro in den Umbau der über 100 Jahre alten Haltestelle auf der historischen Ringlinie.

Jens-Günter Lang, Technik-Vorstand der HOCHBAHN: „Wir sind sehr zufrieden. Der Planfeststellungsbeschluss bestätigt, dass wir mit unseren Planungen die beste Lösung gefunden haben.“

Besonders im Fokus des Planungsprozess: die Lage der Aufzüge. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile ist die Entscheidung für Aufzüge in der Mönckebergstraße auf der Höhe Levantehaus und Barkhof-Passage gefallen. Hier stehen die Aufzüge in dem „Funktionsstreifen“ der Mönckebergstraße, führen direkt auf den Bahnsteig, entsprechen allen Sicherheitsanforderungen und behindern weder Fußgänger noch andere Verkehrsteilnehmer.

Bei der Gestaltung der Aufzüge wurde sehr großer Wert auf Transparenz und Leichtigkeit gelegt. So sind die Aufzugskörper ist komplett aus Glas. Auch die Treppenzugänge zur Haltestelle werden Brüstungen aus Glas erhalten. Damit werden sich Aufzüge und Treppenzugänge harmonisch in das Straßenbild einfügen.

Die Treppen des zweiten Zugangs werden vom Ende der Bahnsteige Richtung Hauptbahnhof an die Oberfläche führen. Der Einbau ist erforderlich, um die Sicherheit durch einen zusätzlichen Fluchtweg zu erhöhen. Gleichzeitig wird der Zugang dafür sorgen, dass die östliche Mönckebergstraße besser erschlossen wird.

Für den Gesamtumbau der Haltestelle veranschlagt die HOCHBAHN knapp zwei Jahre. Mitte September diesen Jahres sollen die bauvorbereitenden Maßnahmen beginnen. Dabei handelt es sich vorwiegend um die notwendige Verlegungen von Leitungen im Untergrund. Die Arbeiten sollen noch vor dem Weihnachtsgeschäft abgeschlossen werden. Die eigentlichen Bauarbeiten starten im Frühjahr 2020.