U3-Haltestelle Hoheluftbrücke wird barrierefrei

Unternehmen, Infrastruktur | 09.01.2017

  • Aufzüge, erhöhte Bahnsteige und Leitsystem für sehbehinderte Menschen

  • 2017: Insgesamt 14 Haltestellen im barrierefreien Ausbau

U3 Hoheluftbrücke barrierefrei
Die U3-Haltestelle Hoheluftbrücke wird barrierefrei ausgebaut. So soll es nach der Fertigstellung aussehen. © HOCHBAHN

 

 

In dieser Woche beginnen die Arbeiten zum barrierefreien Ausbau der U3-Haltestelle Hoheluftbrücke im Bezirk Eimsbüttel. Dabei erhält die Haltestelle auf der über 100 Jahren alten historischen Ringline einen Aufzug und ein taktiles Leitsystem für sehbehinderte Menschen, der Bahnsteig wird für einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg erhöht. Ab Frühjahr 2018 bietet die Haltestelle Hoheluftbrücke dann auch älteren Menschen, Eltern mit Kinderwagen und Fahrgästen mit Handicap einen einfachen und bequemen Zugang zur U-Bahn. Die Haltestelle Hoheluftbrücke wird täglich von rund 20 000 Fahrgästen genutzt.

Der Aufzug wird im direkten Anschluss an das Treppenhaus gebaut. Dazu muss der Bahnsteig nach Norden (Richtung Hoheluftchaussee) verlängert und Technikräume verlegt werden. Die Position des Fahrstuhls ermöglicht den Einbau eines sogenannten „Durchladers", dessen Türen sich nach der Aufzugfahrt auf der gegenüberliegenden Seite öffnen. Dies erleichtert vor allem Rollstuhlfahrern die Nutzung, weil ein Rangieren im Aufzug entfällt.

Im Zuge der Baumaßnahmen wird auch das Glasdach in der Schalterhalle wieder hergestellt. Die Baumaßnahmen finden weitestgehend im laufenden Betrieb statt. Le-diglich im Herbst 2017 wird eine kürzere Streckensperrung erforderlich sein. Die Inves-titionskosten für die gesamte Baumaßnahme belaufen sich auf rund 5,6 Millionen Euro.

Im Rahmen des senatsfinanzierten Programms zum barrierefreien Ausbaus finden in diesem Jahr an 14 U-Bahn-Haltestellen Umbaumaßnahmen statt. In den Walddörfern werden die U1-Haltestellen Buchenkamp, Buckhorn, Ahrensburg West, Ahrensburg Ost und Schmalenbeck noch in diesem Frühjahr barrierefrei ausgebaut sein. Damit sind dann 65 der insgesamt 91 U-Bahn-Haltestellen (entpricht mehr als 70 Prozent) barrierefrei erreichbar.

 

Auf der U2 werden die Baumaßnahmen an den Haltestellen Hagendeel, Merkenstraße und Joachim-Mähl-Straße fortgesetzt. Im Laufe des Jahres startet die HOCHBAHN dann auf der U1 den barrierefreien Ausbau der Haltestellen Langenhorn Nord und Meiendorfer Weg sowie auf der U3 – neben der Hoheluftbrücke – an den Haltestellen Habichtstraße, Uhlandstraße und Lübecker Straße.

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