Baustart Busbetriebshof für umweltfreundliche Busse

Unternehmen, Infrastruktur | 19.02.2016

  • Standort für umweltschonende Antriebstechnologien
  • Baufeldfreimachung nahezu abgeschlossen
  • Konzept für Bauphase und Verkehrsführung mit Anwohnern erörtert

 

Nördlich der City Nord und südöstlich des Flughafens wird Hamburgs modernster Busbetriebshof entstehen. Mit der aktuell laufenden Baufeldfreimachung startet das Projekt. Bis zu 240 Busse werden künftig auf dem Busbetriebshof Gleisdreieck abgestellt, gewartet, gewaschen und auf ihren täglichen Einsatz vorbereitet. Es wird der erste Busbetriebshof in Hamburg sein, der über eine komplett elektromobile und schadstoff-emissionsfreie Busflotte verfügen wird. Der Busbetriebshof liegt im so genannten „Gleisdreieck“ zwischen Güterumgehungsbahn, S-Bahn und der U1. Die Zustimmung zu diesem Projekt hatte die Bezirksversammlung Nord am 11. Februar 2016 erteilt. Die Fertigstellung des Busbetriebshofes ist für Ende 2018 vorgesehen.


Am gestrigen Abend, 18. Februar, informierte die HOCHBAHN die Anwohner auf der mittlerweile dritten Informationsveranstaltung über die nächsten Schritte. In einer sehr sachlichen und konstruktiven Athmosphäre wurden Fragen zum Bauablauf und zum Baustellenverkehr beantwortet und Anregungen aufgenommen.


Erster Schritt des Projektes ist der unmittelbar anstehende Bau einer Brücke über die Güterumgehungsbahn, die als künftige Zufahrt vom Tessenowweg auf das Areal dienen wird. Damit gibt es ab September 2016 keinen Baustellenverkehr mehr durch die Feuerbergstraße. Für die Übergangsphase gilt ein Verkehrskonzept, das eine möglichst geringe Beeinträchtigung der Anwohner zum Ziel hat. Darüber hinaus wird abzutragendes Erdreich auf dem Gelände zwischengelagert, um dieses ab September über die Brücke abtransportieren zu lassen und die notwendigen Fahrten von und zum Gelände über die Feuerbergstraße zu reduzieren. Nacht- und Wochenendarbeitenwerden nicht stattfinden. Zudem werden Lärmschutzmaßnahmen im Interesse der Anwohner schon für die Bauphase vorgezogen.


Mit dem neuen Busbetriebshof Gleisdreieck erweitert die HOCHBAHN ihre Buskapazitäten. Aufgrund steigender Fahrgastzahlen wird die Anzahl der Busse in den kommenden Jahren um rund 15 Prozent auf eine Gesamtzahl von dann rund 1 200 ansteigen. Gleichzeitig schafft die HOCHBAHN damit auch die infrastrukturellen Voraussetzungen für die politische Vorgabe, ab dem Jahr 2020 ausschließlich emissionsfreie Busse mit innovativen Antriebstechnologien zu kaufen. In der Planung für den Betriebshof sind sowohl Ladekapazitäten für Batteriebusse wie auch der Betrieb von Brennstoffzellenbussen (Herstellung und Lagerung von Wasserstoff und spezielle Tankanlagen) berücksichtigt.


Die Lage des Busbetriebshofs Gleisdreieck erfüllt alle wesentlichen Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb. Er liegt verkehrszentral in der Nähe der stark frequentierten Metrobuslinien 6, 7, 20, 23, 25, 26 und der Innovationslinie 109 sowie weiterer wichtiger Stadtbuslinien. Trotz der verkehrszentralen Lage hat der Busbetriebshof auch hinsichtlich des Lärmschutzes wichtige Vorteile: Die einzige Wohnbebauung in der Nähe liegt durch die S-Bahn getrennt östlich des Busbetriebshofs. Auch die Zu- und Abfahrt der Busse erfolgt weit entfernt von Wohnbebauung über den Tessenowweg und die Hebebrandtstraße. Gleichwohl wird der Busbetriebshof von einer sechs Meter hohen Schallschutzwand mit einem Grüngürtel umgeben sein. Alle Busse werden unter Carport-Dächern abgestellt. Die Dächer der Gebäude und Carports werden sämtlich begrünt.


Einen weiteren positiven Aspekt hat der Neubau: Der sanierungsbedürfte Busbetriebshof Mesterkamp in Barmbek-Süd kann aufgegeben werden. Die Busse, die derzeit hier gewartet und abgestellt werden, werden in den neuen Busbetriebshof integriert. Das spart nicht nur die aufwändige Sanierung, sondern schafft auch Platz für den dringend benötigten Wohnungsbau in einer attraktiven städtischen Lage.

 

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