Drei auf einen Streich!

Betrieb und Kunden , Infrastruktur | 16.04.2019

  • Barrierefreier Ausbau U1-Haltestellen Fuhlsbüttel Nord und Klein Borstel
  • Komplettsanierung Bahnsteig U1-Haltestelle Fuhlsbüttel
  • Bündelung der Projekte im Sommer 2019

Die fahrgastschwächere Sommerzeit nutzt die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN), um mehrere Projekte in einem Zeitfenster gebündelt umzusetzen. Die U1-Haltestellen Fuhlsbüttel Nord und Klein Borstel werden barrierefrei ausgebaut. Beide Haltestellen erhalten komplett neue, erhöhte Bahnsteige, um einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg zu gewährleisten. Jede Haltestelle wird mit einem Aufzug und einem taktilen Leitsystem für sehbehinderte und blinde Fahrgäste ausgerüstet.

Mit diesen Maßnahmen wird die Grundlage für einen wichtigen Meilenstein des barrierefreien Ausbauprogramms gelegt: ab dem Sommer 2020 können nach Abschluss aller Arbeiten nördlich von Ohlsdorf auch ältere Fahrgäste, Fahrgäste mit Behinderungen sowie Familien mit Kinderwagen auf der kompletten U1-Strecke bequem und ohne Barrieren die U-Bahn nutzen.

Ein Teil der notwendigen Bauarbeiten kann zwar im laufenden Betrieb umgesetzt werden. Für die Arbeiten im Bahnsteigbereich muss die U1 aber zwischen den Haltestellen Fuhlsbüttel Nord und Ohlsdorf unterbrochen werden: vom 3. Juni bis 25. August 2019 fahren hier Busse statt Bahnen.

Die HOCHBAHN bündelt in diesem Zeitraum weitere notwendige Projekte: So werden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und die Schalterhalle Fuhlsbüttel Nord erhält eine neue Decke. An der schon barrierefrei ausgebauten Haltestelle Fuhlsbüttel wird der bestehende sanierungsbedürftige Bahnsteig abgerissen und neu gebaut. Hinzu kommen Gleisbauarbeiten auf der gesamten Strecke zwischen Ohlsdorf und Fuhlsbüttel Nord: Weichen, Schienen und Stromschienen werden erneuert sowie Schwellen ausgetauscht.

Die HOCHBAHN investiert in die Maßnahmen rund 15 Millionen Euro. Die drei Haltestellen werden werktäglich von rund 18 000 Fahrgästen genutzt. Von Norden kommend passieren die U1-Haltestellen werktäglich rund 28 000 Fahrgäste, von Süden kommend sogar 33 000.

Volker Schmidt, Fachbereichsleiter HOCHBAHN: „Der barrierefreie Ausbau ist ohne Alternative. Unser Ziel war es, möglichst viele Maßnahmen in diesem Zeitraum zu bündeln, um die Beeinträchtigung für unsere Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Jetzt haben wir ein ordentliches Paket geschnürt, das wir bis Ende August konzentriert und zügig abarbeiten werden.“

Auch an weiteren Haltestellen des U-Bahn-Systems läuft der barrierefreie Ausbau auf Hochtouren: Noch in diesem Jahr werden die U1-Haltestellen Lohmühlenstraße, Ritterstraße, Wandsbeker Chaussee und Alter Teichweg genauso wie die U2- Haltestelle Joachim-Mähl-Straße und die U3-Haltestelle Landungsbrücken fertiggestellt.

Aktuell sind 80 Prozent der Haltestellen barrierefrei zugänglich, bis 2021 sollen 95 Prozent erreicht werden. Im Rahmen des Senatsprogramms für den
beschleunigten barrierefreien Ausbau des U-Bahn-Systems wurden bislang rund 200 Millionen Euro investiert.

 

Die Maßnahmen im Überblick:

U1-Haltestelle Fuhlsbüttel Nord

  • Neubau eines erhöhten Bahnsteigs mit taktilem Leitsystem
  • Einbau eines Aufzugs (inkl. Aufzugsturm außerhalb des Haltestellengebäudes)
  • Neue Schalterhallendecke
  • Sanierung der Schalterhalle

U1-Haltestelle Fuhlsbüttel

  • Neubau des Bahnsteigs mit taktilem Leitsystem

U1-Haltestelle Klein Borstel

  • Neubau eines erhöhten Bahnsteigs mit taktilem Leitsystem
  • Einbau eines Aufzugs (inkl. Steganlage)
  • Anpassung der Trassierung zur Verringerung des Spaltmaßes
  • Treppenerneuerung und neue Treppenüberdachung

U1-Strecke Fuhlsbüttel Nord – Ohlsdorf

  • Erneuerung Weichen Schienen, Stromschienen, Schwellenaustausch