E-Scooter-Pilot von HOCHBAHN und TIER

Betrieb und Kunden , Komplementäre Mobilität | 02.06.2021

Pilotprojekt von HOCHBAN und Tier
Die letzte Meile per E-Scooter: Jetzt zusammen mit TIER an den U-Bahn-Haltestellen Lokstedt und Langenhon. © HOCHBAHN
  • Neues Angebot für erste und letzte Meile in Langenhorn und Lokstedt
  • Pilotprojekt mit 200 E-Scootern und Parkflächen an Schnellbahnen startet
  • Vergünstigungen und weitere Services für Nutzer*innen geplant

Mit dem E-Scooter zur Bahn. An jeweils zwei U-Bahn-Haltestellen in Langenhorn und Lokstedt stehen Interessierten ab sofort insgesamt 200 E-Scooter vom Sharingdienst TIER Mobility als Zubringer zum ÖPNV zur Verfügung. Nachdem die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) diesen Ansatz bereits erfolgreich in Berne und Poppenbüttel erprobt hat, startet nun ein neuer Pilot. Extra hierfür angelegte Stellflächen an den U-Bahn-Haltestellen und eine geplante Reservierungsfunktion machen die Nutzung des neuen Angebots der Mikromobilität am Stadtrand besonders komfortabel.

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Die Mobilitätswende ist vielfältig und setzt auf fließende Übergänge zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln. Es ist wichtig, dass den Hamburgerinnen und Hamburgern für jede Situation das passende Verkehrsmittel zur Verfügung steht, um schnell und komfortabel ans Ziel zu kommen. Gerade für die erste und letzte Meile können E-Scooter hierzu einen sinnvollen Beitrag leisten. Besonders außerhalb der Innenstadt, wo die Wege zu den Bahnstationen häufig etwas länger sind, ist die Mikromobilität ein ideales Instrument, um die Anbindung an die Bahn zu verbessern und Anreize zu schaffen, das eigene Auto stehen zu lassen.“

Karen van der Linde, Projektleiterin HOCHBAHN: „Dieser Ansatz eines Pilotprojekten hat sich bereits mit VOI in Berne und Poppenbüttel als erfolgreich erwiesen. Wir konnten einen E-Scooter-Anbieter für ein neues Geschäftsgebiet mit echtem Mehrwert für Anwohner*innen begeistern. Als Zubringer können E-Scooter hier eine sinnvolle Ergänzung zum ÖPNV leisten.“

In Langenhorn wurden Parkzonen an den U1-Haltestellen Langenhorn Nord und Kiwittsmoor für die E-Scooter von TIER eingerichtet. In Lokstedt befinden sich jeweils Parkzonen an den U2-Haltestellen Hagenbecks Tierpark und Hagendeel. Insgesamt wird TIER Mobility in den beiden neuen Geschäftsgebieten 200 E-Scooter zum Einsatz bringen. Als Anreiz für die Nutzung des neuen Angebotes und die Verknüpfung zum ÖPNV erhalten Kund*innen neben den Parkmöglichkeiten direkt an der Schnellbahn eine Gutschrift von jeweils 5 Freiminuten, wenn sie die E-Scooter innerhalb der Parkzonen an den Haltestellen. Darüber hinaus erhalten Nutzer*innen ein Kontigent von 20 Freiminuten und 10 kostenlosen Freischaltungen bei Registrierung innerhalb der ersten drei Monate.

Ioana Freise, Head of Cities für Deutschland bei TIER: „Wir freuen uns sehr über den Start des Piloten in Lokstedt und Langenhorn und auf die Partnerschaft mit der HOCHBAHN. Eine enge Kooperation von ÖPNV und Mikromobilitätsanbietern steigert die Attraktivität und Akzeptanz beider Dienste. Durch die intelligente Vernetzung verschiedenster Verkehrsträger und Angebote im ÖPNV möchten wir dazu beitragen, E-Scooter noch mehr zum alltäglichen Bestandteil im Mobilitätsmix der Hamburgerinnen und Hamburger zu machen, als sie es in der Zwischenzeit ohnehin schon sind.”

Im Laufe des Jahres soll zudem eine kostenlose Reservierungsfunktion für das Angebot der TIER-Scooter in Langenhorn und Lokstedt angeboten werden. Das erhöht die Zuverlässigkeit des Angebotes für Nutzer*innen und bedeutet gerade für den Umstieg auf dem Weg nach Hause eine verbesserte Planbarkeit. Ab dem Spätsommer 2021 wird das Mobilitätsangebot von TIER in Hamburg zudem in die hvv switch-App integriert und damit im Mobilitätsmix noch komfortabler aus einer Hand nutzbar.

Das Pilotprojekt in Langenhorn und Lokstedt ist auf 12 Monate angelegt und wird mit Mitteln des EU-Förderprogramms SOLUTIONSplus zur Förderung des Übergangs hin zu einer emissionsfreien, städtischen Mobilität finanziert. An diesem sind weltweit 45 Partner in 10 Demo-Städten beteiligt, darunter Madrid und Hanoi.