Fahrgastinformation im Bus: Monitore kommen

Unternehmen, Betrieb und Kunden | 23.11.2020

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Ein neues Fahrgastinformationssystem ab 2021: Doppelmonitore für rund 700 Busse. © HOCHBAHN
  • Zuschlag für Nachrüstung der Busflotte mit Doppelmonitoren erteilt
  • Ausstattung der Flotte ab Frühjahr 2021 geplant
  • Echtzeitinformationen und Umsteigeverbindungen ab Mitte 2021

Neues Informationsangebot im Hamburger Verkehrsverbund (HVV). Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) hat den Zuschlag für den Roll-Out eines neuen Fahrgastinformationssystems für ihre Busse erteilt. Der Infotainmentsystem- Hersteller VIANOVA Technologies und das Softwareentwicklungsunternehmen BitCtrl Systems liefern die Monitorsysteme für rund 700 Bussen. Die Nachrüstung der Fahrzeuge mit Doppelmonitoren übernimmt die FFG Fahrzeugwerkstätten Falkenried GmbH. Starten soll der Einbau bereits im Frühjahr 2021. Neue E-Busse sollen ab dem kommenden Jahr bereits ab Werk mit den neuen Monitoren ausgeliefert werden.

Zum Start der Ausrüstung wird auf dem einen Monitor das Linienband mit der nächsten Haltestelle, den nachfolgenden drei Haltestellen und dem Ziel inklusive der Stopp-Anzeige zu sehen sein. Der zweite Monitor zeigt eine Hamburg-Karte mit farblich hervorgehobener Darstellung des aktuellen Fahrtwegs und aller Haltestellen – eine Idee, die Ende letzten Jahres von einem agilen Team der HOCHBAHN entwickelt wurde.

Für Sommer 2021 ist ein Softwareupdate geplant, dass dann auch die Anzeige von Echtzeitdaten ermöglichen soll. Fahrgäste erhalten so beispielsweise vor der Einfahrt in die nächste Haltestelle eine Übersicht über alle möglichen Umsteigeverbindungen – für den Bus, die U-Bahn, die S-Bahn und den Regionalverkehr. Zudem wird die prognostizierte Ankunftszeit für die nächsten Haltestellen abgebildet. Auch dieses Informationsangebot war ein Ergebnis des agilen Teams.

Aktuell erstellt der Hersteller das Pflichtenheft, das Ende des Jahres fertig sein soll. Anschließend wird die Hardware produziert. Die Finanzierung des Projektes erfolgt in Teilen durch Fördermittel des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, da ein verbessertes Informationsangebot einer der Hebel für die Steigerung der Attraktivität und den Umstieg auf den ÖPNV ist. Die Gesamt- investitionen für das Projekt belaufen sich auf rund 4 Millionen Euro.