Erste Testphase für HEAT abgeschlossen

Innovative Antriebstechnologien | 09.09.2019

  • Probebetrieb in der HafenCity erfolgreich
  • Verortung im Straßenverkehr und Reaktion auf Hindernisse erprobt
  • Nächste Testphase im Frühjahr 2020

Nach einem Monat Probebetrieb in der HafenCity wurde die erste Phase
des Forschungs- und Entwicklungsprojektes HEAT (Hamburg Electric
Autonomous Transportation) erfolgreich beendet. In den vergangenen
Wochen war der autonome Kleinbus auf einer festgelegten Strecke ohne
Fahrgäste und mit einem professionellen Fahrzeugbegleiter im Testbetrieb
unterwegs. Im Fokus stand die Genauigkeit der Lokalisierung des
Fahrzeuges, seine Reaktion auf Hindernisse sowie das Verhalten der
Infrastruktur im Dauerbetrieb.


Natalie Rodriguez, Gesamtprojektleitung HOCHBAHN: „Wir freuen uns,
dass das Fahrzeug den geplanten Streckenabschnitt erfolgreich
automatisiert bewältigen konnte. Die Testfahrten im täglichen Verkehr mit
Radfahrern und anderen PKW bis hin zu Zweite-Reihe-Parkern waren
herausfordernd, aber genau der richtige Schritt. Unsere Partner haben
unter Realbedingungen viele Anwendungsfälle erfasst, die jetzt
ausgewertet werden, um entsprechende Ableitungen für die kommenden
Testphasen zu treffen.“


Henning Schubärth, Projektleiter in der Behörde für Wirtschaft,
Verkehr und Innovation: „Das enorme überregionale Interesse an HEAT
zeigt, dass wir gemeinsam in Hamburg Pionierarbeit leisten. Dass diese
erste Testphase im öffentlichen Straßenverkehr geräuschlos gelungen ist,
bestärkt uns darin, mutig Schritt für Schritt unseren Weg weiterzugehen.“

 

Veit Lemke, Projektleiter IAV: „Wir sind durchaus zufrieden mit dem
Verlauf dieser ersten Phase. Die Rahmenbedingungen waren geprägt
durch die gute Zusammenarbeit mit allen Partnern, Hamburg
Verkehrsanlagen, aber auch der Hamburger Polizei. Und auch die Technik
hat in diesem ersten wichtigen Schritt standgehalten: Das Fahrzeug hat
Hindernisse in jeder Situation irrtumsfrei erkannt und regelkonform
reagiert.“


Dr. Jan Henrik Voß, Projektleiter SIEMENS Mobility: „Bereits in diesem
ersten Probebetrieb konnten wir den Mehrwert der straßenseitigen
Infrastruktur belegen: die Sichtfelderweiterung für das Fahrzeug. Im
nächsten Schritt wird es darum gehen, das Zusammenspiel von
straßenseitiger Infrastruktur und Fahrzeug noch weiter zu verfeinern, die
nächsten Ausbauten an der Strecke vorzubereiten und gemeinsam mit
Hamburg Verkehrsanlagen zu planen.“


In den kommenden Monaten erfolgt eine umfassende Auswertung der
aufgezeichneten Daten der Fahrten. Auf Basis dieser werden Fahrzeug,
Sensoren und Infrastruktur weiterentwickelt. Bis zur zweiten Testphase im
Frühjahr 2020 wird die Hardware und Software für den nächsten
Meilenstein des Projektes aufgerüstet. Ebenfalls bauen Hamburg
Verkehrsanlagen und SIEMENS die straßenseitige Infrastruktur des
geplanten erweiterten Streckenabschnitts aus.


Ab Mitte 2020 sollen dann auch erstmals Fahrgäste mitgenommen werden,
ein Fahrzeugbegleiter wird dann noch weiter an Bord sein. Bis zum ITSWeltkongress
im Oktober 2021 wird eine Zulassung für das automatisierte
Fahren ohne Fahrzeugbegleiter angestrebt.

 

Ansprechpartner*innen für die Medien:


Hamburger Hochbahn AG
Christoph Kreienbaum – christoph.kreienbaum@hochbahn.de – 0178 628 2121


Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Susanne Meinecke – susanne.meinecke@bwvi.hamburg.de – 040 42841-2239


IAV
Markus Mrozek – markus.mrozek@iav.de – 0152 22 908 801


Siemens Mobility GmbH
Eva Haupenthal – eva.haupenthal@siemens.com – 0152 01654597


IKEM
Dennis Nill – dennis.nill@ikem.de – 030 408 1870 17


DLR
Jasmin Begli – jasmin.begli@dlr.de – 0172 2753385