Mobilitätspunkt Hoheluftbrücke

Unternehmen, Infrastruktur | 04.05.2018

 

  • U3-Haltestelle Hoheluftbrücke barrierefrei
  • Neue B+R-Anlage mit über 400 Fahrradstellplätzen


Ein wichtiger Mobilitätspunkt Hamburgs ist jetzt noch deutlich attraktiver für seine Nutzerinnen und Nutzer. Die U3-Haltestelle Hoheluftbrücke – ein wichtiger Zugang zum Hamburger U-Bahn-System und der zentrale Umstiegspunkt zur meistgenutzen Buslinie Deutschlands, der MetroBusLinie 5, – ist barrierefrei. In direkter Nachbarschaft konnte heute auch eine neue B+R-Station mit über 400 Stellplätzen für Fahrräder eröffnet werden. Abgerundet wird das moderne Mobilitätsangebot durch eine StadtRad-Anlage mit 26 Stellplätzen. Insgesamt bietet der Mobilitätspunkt eine ideale Verknüpfung von barrierefreiem ÖPNV und Fahrrad für die Stadtteilerschließung.

Verkehrssenator Frank Horch: "Urbane Mobilität ist vielfältig und umfasst verschiedene Verkehrsmittel. Hierfür ist der Mobilitätspunkt Hoheluftbrücke ein gutes Beispiel. Die kurzen Wege zwischen U-Bahn, Bus und einer modernen Fahrradstation bieten den Hamburgerinnen und Hamburgern eine große Flexibilität. Dazu gehört auch der zügige barrierefreie Ausbau der U-Bahn-Haltestellen, damit die Menschen möglichst komfortabel zu jedem Ort in der Stadt gelangen können."

Die U3-Haltestelle Hoheluftbrücke wird täglich von über 20.000 Fahrgästen genutzt. Im Zuge des barrierefreien Umbaus wurden ein Aufzug eingebaut, der Bahnsteig verlängert und für einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg erhöht. Gleichzeitig wurde das Glasdach in der Schalterhalle wieder hergestellt. Ein taktiles Leitsystem hilft sehbehinderten Menschen bei der Orientierung. Für den Umbau, der im vorgesehenen Zeitrahmen von 15 Monaten abgeschlossen werden konnte, investierte die HOCHBAHN rund 5,6 Millionen Euro.

Kay Gätgens, Bezirksamtsleiter Eimsbüttel: "Wir wissen aus der Bürgerbeteiligung unseres Zukunftskonzeptes Eimsbüttel 2040, dass die Menschen moderne, vernetzte und sichere Mobilität wollen. Dieser wichtige Verkehrsknoten ist deshalb auch Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Bezirks. Dass in einigen Monaten alle 14 U-Bahn-Stationen im Bezirk barrierefrei sein werden, ist eine gute Botschaft für Senioren, Menschen mit Behinderung und Familien mit Kinderwagen."

Im Rahmen des senatsfinanzierten Ausbauprogramms baut die HOCHBAHN in diesem Jahr an insgesamt 14 Haltestellen. Ende des Jahres sollen 80 der 92 Haltestellen barrierefrei erreichbar sein.

Eine deutliche Aufwertung des Haltestellenumfeldes an der Hoheluftbrücke bietet die neue B+R-Anlage und räumt mit den Hunderten wild abgestellten Fahrrädern und "Fahrradleichen" auf, die früher dort anzutreffen waren. Die neue Anlage bietet insgesamt 420 Stellplätze. Davon sind 40 Plätze in zwei abschließbaren Sammelanlagen untergebracht. Von den anderen 380 kostenfreien Stellplätzen sind knapp die Hälfte überdacht. Flächensparende "Doppelstockparker" und Schließfächer mit Auflademöglichkeit für E-Bikes runden das Angebot ab, für das die P+R-Betriebsgesellschaft insgesamt 600.000 Euro investierte.

Kirsten Pfaue, Radverkehrskoordinatorin Hamburg: "Wie beim hamburgweiten Veloroutennetz schaffen wir durch die neue B+R-Anlage und den barrierefreien Ausbau wichtige Lückenschlüsse für eine vernetzte und flexible Mobilität. Mit der Verzahnung der Maßnahmen in Infrastruktur und Service fördern wir systematisch und damit nachhaltig und bedarfsgerecht. Ich freue mich über dieses Angebot, das für alle Verkehrsteilnehmer ein komfortables und sicheres Mobilitätsverhalten ermöglicht und insbesondere die Fahrradnutzung in der Stadt attraktiver macht."

Seit 2015 setzt die stadteigene P+R-Betriebsgesellschaft das vom Hamburger Senat beschlossene Bike-and-Ride-Entwicklungskonzept um. In dessen Rahmen sollen an allen U- und S-Bahn-Haltestellen die Möglichkeiten zum Abstellen von Fahrrädern ausgeweitet und verbessert werden. Hierfür stellt der Senat Budgetmittel in Höhe von insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Ansprechpartner
Christoph Kreienbaum – christoph.kreienbaum@hochbahn.de – 0178-628-2121