Per E-Scooter zur Bahn: HOCHBAHN und VOI

Unternehmen, Komplementäre Mobilität | 23.07.2019

Voi HOCHBAHN Claus Unterkircher Henrik Falk
Claus Unterkircher und Henrik Falk (v.l.n.r.) beim Startschuss des Pilotprojekts. © HOCHBAHN
  • Auftakt für Pilotprojekt in Berne und Poppenbüttel
  • Test für E-Scooter als Zubringer in Randgebieten läuft bis Jahresende

Abfahrt! Heute fällt der Startschuss für das E-Scooter-Pilotprojekt der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) und des schwedischen Anbieters VOI in Berne und Poppenbüttel. Bis zum Ende des Jahres soll erprobt werden, ob sich E-Scooter für die erste Meile als Zubringer zur Schnellbahnhaltestelle eignen. Hierzu wurden bewusst Anbindungspunkte am Hamburger Stadtrand ausgewählt.

Henrik Falk Vorstandsvorsitzender der HOCHBAHN: „Fakt ist: Um mehr Menschen für Bus und Bahn zu gewinnen, sind smarte Verknüpfungen unterschiedlicher Angebote sinnvoll. Mit den E-Scootern von VOI wollen wir die erste Meile zur Bahn, die zur Autofahrt in die Stadt verführen könnte, so einfach und attraktiv wie möglich gestalten.“

Für VOI ist der Ansatz ebenfalls neu, denn bislang finden sich seine E-Scooter nur in der Hamburger Innenstadt. Auch das schwedische Unternehmen glaubt an das Potenzial von E-Scootern als ergänzende Mobilitätslösung und möchte sie daher in verschiedenen Umfeldern anbieten – auch abseits vom reinen Freizeitvergnügen.

Claus Unterkircher, Deutschland-Chef VOI: „Unser Ziel ist es, E-Scooter als sinnvolle Ergänzung im Mobilitätsmix zu etablieren. Darum haben wir in enger Abstimmung mit der Stadt ein Konzept entwickelt, welches einen geordneten und nachhaltigen Betrieb fördert und zusätzlich auch die Erprobung neuer Ansätze ermöglicht – wie unser Pilot mit der HOCHBAHN in Berne und Poppenbüttel, der in Deutschland in dieser Form einzigartig ist.“

Testbetrieb im Pilotgebiet mit 60 E-Scootern zunächst bis Ende des Jahres

Voi HOCHBAHN Berne Poppenbüttel
Die Karte zeigt das Gebiet des Pilotprojekts.
© HOCHBAHN

Die Partnerschaft von HOCHBAHN und VOI umfasst zunächst insgesamt 60 E-Scooter und das Pilotprojekt zwischen der U-Bahn-Haltestelle Berne und der S-Bahn-Haltestelle Poppenbüttel. Im Anschluss erfolgt eine Auswertung der Nutzung und eine Entscheidung zur Fortsetzung des Ansatzes in diesen oder auch anderen Stadtteilen. Für die Auswahl des Gebietes hat die HOCHBAHN entspechende Potenzial-analysen vorgenommen und in Abstim-mung mit der P+R Betriebsgesellschaft mbH den Raum für die Abstellanlagen geschaffen. Die Organisation der Verteilung sowie das Einsammeln und Warten der E-Scooter übernimmt der Partner VOI.

An den P+R Anlagen der Schnellbahnen Berne und Poppenbüttel finden sich ab heute jeweils 30 Abstellbügel (sogenannte Racks) vom schwedischen Hersteller Glänta, an denen rund um die Uhr E-Scooter abgeholt sowie nach der Nutzung wieder abgestellt werden können. Ab 6.30 Uhr stehen in den Wohngebieten an ausgewählten und entsprechend der Nutzung variablen Sammelplätzen E-Scooter bereit. Mit der VOI-App lässt sich die Anzahl und Position der verfügbaren VOIs vorab bequem checken.

Im Rahmen des Pilotprojektes erhalten Anwohnerinnen und Anwohner sowie HVV-Kunden besondere Vergünstigungen. So entfällt für sie beispielsweise die pauschale Entsperrgebühr in Höhe von einem Euro je Leihe und sie haben die Möglichkeit sich eines der 500 Kontingente von monatlich 100 Freiminuten zu sichern.

Der Minutenpreis für die Nutzung eines E-Scooters von VOI liegt darüber hinaus bei 0,15 Euro.

 

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Das Foto Startschuss Pilotprojekt zeigt von links Claus Unterkircher, Deutschland-Chef VOI sowie Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der HOCHBAHN.

 

Über VOI Technology AB

VOI ist ein umweltfreundliches Mobilitätsunternehmen aus Schweden, das in Zusammenarbeit mit Städten E-Tretroller-Sharing-Systeme nach Europa bringt. Seit Gründung im Mai 2018 in Stockholm ist VOI schnell zum größten europäischen Sharing-Anbieter für E-Tretroller herangewachsen. Der Ansatz von VOI ist es mit E-Scootern die Mobilität in Städten nachhaltig und ökologisch zu verändern. Ebenso sollen E-Scooter den öffentlichen Nahverkehr stärken. Die Vision: autofreie Städte und Menschen, die ihre Stadt wieder als echten Lebensraum entdecken und nicht nur als Verkehrsraum erleben.