Probekörper für barrierefreie U3 in der Innenstadt

Betrieb und Kunden , Infrastruktur | 08.05.2018

HOCHBAHN U3 Rathaus
Mit dem Aufstellen des Probekörpers am Rathaus simuliert die HOCHBAHN Standort und Größe des für die Haltestelle vorgesehenen Aufzugs. © HOCHBAHN
  • Standortsuche für Aufzüge bei Rathaus und in Mönckebergstraße erfolgreich
  • Aufzugs-Probekörper als visuelle Simulation eingesetzt

Der barrierefreie Ausbau aller 91 U-Bahn-Haltestellen ist im vollen Gange. Gerade im Innenstadtbereich stellt das Bauen im Bestand die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) dabei vor große Herausforderungen. Nach umfassenden Prüfungen liegen nun die Standorte für die Aufzüge an den U-Bahn-Haltestellen Rathaus und Mönckebergstraße vor, die alle technischen, baulichen und rechtlichen Anforderungen erfüllen. Vorgesehen sind jeweils zwei Aufzüge, die direkt von der Bahnsteigebene an die Oberfläche führen. Mit dem Aufstellen von Probekörpern simuliert die HOCHBAHN derzeit und noch bis zum heutigen Abend, Standort und Größe der für die Haltestellen vorgesehenen Aufzüge.

Gerade am Rathausmarkt und somit in direkter Nähe zum historischen Bauwerk gestaltete sich die Suche nach geeigneten Standorten nicht ganz einfach. Oberstes Ziel für den barrierefreien Ausbau ist das Bereitstellen eines optimalen und integrierten Zugangs für Menschen mit Handicap, Eltern mit Kinderwagen sowie ältere Fahrgäste. Zu berücksichtigen waren am Rathausmarkt jedoch nicht nur grundlegende Anforderungen und Sicherheitsbestimmungen, sondern auch besondere bauliche Gegebenheiten sowie Grundsätze des Denkmalschutzes. In enger Abstimmung mit den Behörden konnten für den Rathausmarkt Standorte gefunden werden, die sich optimal an die bestehenden Aufgänge an der Großen Johannisstraße anfügen und somit keinen Sonderzugang für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste darstellen.

 

Barrierefreiheit und zusätzliche Erschließung der Mönckebergstraße


Auch für die Aufzüge zur U-Bahn-Haltestelle Mönckebergstraße wurden geeignete Standorte gefunden. Die HOCHBAHN plant hier den barrierefreien Haltestellenausbau und die Installation von Aufzügen mit dem Neubau eines ohnehin notwendigen neuen Zugangs mit zwei festen Treppen zu verbinden. Derzeit weist die Haltestelle pro Bahnsteig jeweils nur einen Ausgang vor. Mit der Lage zwischen Barkhof- und Levantehaus-Passage wird so nicht nur mobiliätseingeschränkten Fahrgästen der Zugang zur U3 ermöglicht, sondern zusätzlich die Erschließung einer der zentralen Einkaufsstraßen Hamburgs deutlich verbessert.


Weitere Planungen – unter anderem zum Umfang und zur Dauer der konkreten Baumaßnahmen – erfolgen nach Abbau und Auswertung des Einsatzes der Probekörper und in enger Abstimmung mit allen beteiligten Behörden und Bezirksvertretern.