Tochterunternehmen werden integriert

Unternehmen | 24.09.2019

  • JASPER und SBG werden in die HOCHBAHN eingegliedert
  • Gründe: Ausrichtung auf emissionsfreie Antriebe und Angebotsoffensive
  • Vorteile für die Belegschaft

 

Der Aufsichtsrat der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) hat auf seiner gestrigen Sitzung grünes Licht für die vollständige Integration der Tochterunternehmen JASPER und Süderelbe Bus GmbH (SBG) gegeben. Die Verschmelzung der beiden Unternehmen mit der HOCHBAHN soll zum Jahresbeginn 2020 erfolgen. Mit der Integration stellt sich das Unternehmen noch besser auf für die Herausforderungen der Angebotsoffensive des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) und für die Umstellung der kompletten Busflotte auf emissionsfreie Antriebe.


Claudia Güsken, HOCHBAHN-Vorständin für Personal und Betrieb: „Mit der Integration von JASPER und SBG stärken wir die Leistungsfähigkeit des Busbereichs, indem wir flexibler werden bei der Einsatzplanung von Personal und Fahrzeugen. Damit können wir die bestehenden Resourcen besser nutzen.“


Jasper und SBG sind schon heute 100-prozentige Tochterunternehmen der HOCHBAHN und erbringen in ihrem Auftrag Verkehrsleistungen im HVV. JASPER hat seinen Sitz in Billbrook, rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 105 Fahrzeuge. Die SBG mit Sitz in Neugraben hat rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 53 Busse.

Die Standorte von JASPER und SBG bleiben bestehen und werden künftig als Betriebshöfe direkt von der HOCHBAHN geführt. Alle Beschäftigten werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HOCHBAHN. Sie haben durch die Integration deutliche Vorteile: Die Entgelte und die Sozialleistungen werden eins zu eins den HOCHBAHN-Standards angepasst. Die Interessenausgleichs- und Sozialplanverhandlungen mit den Betriebsräten von JASPER, SBG und HOCHBAHN starten in Kürze.


Klaus Ceglecki, Betriebsratsvorsitzender der HOCHBAHN: „Wir freuen uns auf die neuen Kolleginnen und Kollegen. Ich bin mir sicher, dass wir nach Abschluss der Verhandlungen schnell zu einer guten Mannschaft zusammenwachsen.“


Hintergrund:


Im Rahmen der HVV-Angebotsoffensive werden die Verkehrsleistungen der Unternehmen im HVV deutlich ausgeweitet. Für die HOCHBAHN bedeuten diese Angebotsmaßnahmen allein in diesem Jahr eine Steigerung des Leistungsangebots um 6 Prozent. In der Vergangenheit lag die Leistungsanpassung gerade einmal bei 1 bis 1,5 Prozent pro Jahr.


Für die Umstellung der Flotte auf emissionsfreie Antriebe gilt die politische Vorgabe, dass ab dem kommenden Jahr nur noch emissionsfreie Busse bestellt werden können. Die HOCHBAHN hat in diesem Jahr den ersten rein auf emissionsfreie Antriebe ausgerichteten Betriebshof eröffnet und baut die Flotte der emissionsfreien Busse kontinuierlich aus. Zuletzt hatte sie eine Rahmenvereinbarung für die Anschaffung von bis zu 530 Elektrobussen ausgeschrieben und eine Entwicklungspartnerschaft für Wasserstoffbusse mit Mercedes-Benz unterzeichnet.