U1-Haltestelle Klosterstern barrierefrei

Betrieb und Kunden , Infrastruktur | 20.12.2016

  • Letzte Bauphase termingerecht vor Weihnachten abgeschlossen
  • Aufzug eingebaut, Bahnsteig erhöht, taktile Leitsysteme installiert
  • Enge Abstimmung mit dem Projekt zur Umgestaltung des Klostersterns



Der neue Aufzug der U1-Haltestelle Klosterstern
Der neue Aufzug der U1-Haltestelle Klosterstern. © HOCHBAHN

 

Die U1-Haltestelle Klosterstern ist ab sofort barrierefrei zugänglich. Für Menschen mit Handicap, Eltern mit Kinderwagen und ältere Fahrgäste macht der neue Aufzug an der Einmündung des Eppendorfer Baum in den Klosterstern die Nutzung der U1 deutlich komfortabler. Im Zuge der Bauarbeiten wurden der Bahnsteig erhöht und mit taktilen Leitsystemen für sehbehinderte Fahrgäste versehen sowie die Rolltreppen erneuert. Die modernisierten Schalterhallen, Treppenzugänge und Läden geben der Haltestelle einen neuen und frischen Charakter.

 

Um die Einschränkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, hat die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) den Umbau in zwei Phasen geteilt. Während die Modernisierungsmaßnahmen und die vorbereitenden Maßnahmen zum Aufzugeinbau im Jahr 2015 erfolgte, fand der Aufzugeinbau in diesem Jahr statt. Für die Bauarbeiten, die nicht im laufenden Betrieb durchgeführt werden konnten, wurde die U1-Sperrung im Sommer 2015 genutzt.

 

Andreas Rieckhof, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: „Den barrierefreien Zugang zum U-Bahn-System zu schaffen, hat eine hohe Priorität. Im Zuge des Ausbaus und der Neugestaltung der Straßenführung am Klosterstern war die termingerechte Fertigstellung vor Weihnachten und die enge Abstimmung mit den weiteren Maßnahmen sehr wichtig. Dass das gelungen ist, ist sehr positiv."

 

Jens-Günter Lang, Technik-Vorstand der HOCHBAHN: „Der barrierefreie Ausbau unseres zum Teil über 100 Jahre alten U-Bahn-Systems erfordert sehr spezifische Lösungen. Die Lage der Haltestelle ließ nur einen Standort für den Aufzug zu. Gleichzeitig ist der sehr ausgeprägte Kurvenradius eine echte Herausforderung für den barrierefreien Ausbau."

 



U1-Haltestelle Klosterstern barrierefrei
Barrierefreier Ausbau der U1-Haltestelle Klosterstern ist erfolgreich abgeschlossen. © Copyright

 

Im Zuge des Aufzugeinbaus wurde der Gehweg verbreitert, der Eppendorfer Weg wird auch künftig einspurig in den Kreisverkehr Klosterstern führen. Im Planungsprozess zum barrierefreien Ausbau waren insgesamt zehn verschiedene Varianten geprüft worden. Als einzig sinnvolle Lösung hatte sich die nun realisierte herausgestellt.

 

Der sehr ausgeprägte Kurvenradius sorgt dafür, dass der niveaugleiche Ein- und Ausstieg auf den Bahnsteigen teilweise nicht den von anderen Haltestellen gewohnten Standard bieten können. Auf den an bestimmten Stellen zu beobachtenden Spalt weist die HOCHBAHN mit Ansagen in den Aufzügen und Zügen hin. Im kommenden Frühjahr werden technische Maßnahmen gestestet, um das Spaltmaß weiter zu verringern.

 

Johannes Köhn, Geschäftsführer der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V. (LAG): Auch wenn die historische Baustruktur derzeit keine optimale Situation ermöglicht, ist die jetzt gefundene Lösung eine wirkliche Verbesserung für Fahrgäste mit Handicap."

 

Die U1-Haltestelle Klosterstern wird täglich von über 10 000 Fahrgästen genutzt. Die HOCHBAHN investierte in den barrierefreien Ausbau und die Modernisierung der Haltestelle rund 3 Millionen Euro.

 

Der barrierefreie Ausbau der U-Bahn-Haltestellen erfolgt im Rahmen des vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg finanzierten Programms. Aktuell wird parallel an insgesamt acht Haltestellen gebaut: Buchenkamp, Buckhorn, Ahrensburg West und Ost, Schmalenbeck (alle U1) sowie Hagendeel, Merkenstraße und Joachim-Mähl-Straße (alle U2). Im kommenden Jahr beginnen dann die Arbeiten zum barrierefreien Ausbau der Haltestellen Langenhorn Nord und Meiendorfer Weg (beide U1) sowie Uhlandstraße, Habichtstraße, Hohelufbrücke und Lübecker Straße (alle U3). Zu Beginn des kommenden Jahrzehnts sollen alle U-Bahn-Haltestellen barrierefrei zugänglich sein.