U5 Ost: Vorentwurfsplanung abgeschlossen

Infrastruktur | 22.12.2017

  • Fünf Haltestellen zwischen Bramfeld und der City Nord
  • Anbindung Barmbek-Nord über Haltestelle Fuhlsbüttler Straße/Nordheimstraße
  • Einbindung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort wird fortgesetzt



U5 Ost Hamburg
So soll die U-Bahn-Linie U5 verlaufen. © HOCHBAHN

 

Die Vorentwurfsplanung der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) zur U5 Ost ist erfolgreich abgeschlossen. Der erste Abschnitt der neuen Hamburger U-Bahn-Linie U5 wird von Bramfeld über Steilshoop in die City Nord führen. Die Strecke ist rund 5,8 Kilometer lang, wird fünf Haltestellen (Bramfeld Dorfplatz, Gründgensstraße, Fuhlsbüttler Straße/Nordheimstraße, Sengelmannstraße und City Nord) haben und Stadtteile mit über 100 000 Einwohnern an das U-Bahn-Netz anbinden. Bis auf die bestehende Haltestelle Sengelmannstraße sind die Haltestellennamen noch nicht festgelegt.
Der Lenkungskreis zum Neubau der U5 unter Leitung von Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof hat auf seiner gestrigen Sitzung auch den letzten offenen Punkt, die Anbindung von Barmbek-Nord an die U5 mit einer Haltestelle Fuhlsbüttler Straße/Nordheimstraße, beschlossen. Für diese Lösung und gegen die ebenfalls im Vorfeld diskutierte südliche Variante mit einer Haltestelle am Hartzlohplatz sprachen vor allem verkehrliche und wirtschaftliche Gründe.


Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof: "Wir haben mit dem jetzt festgelegten Linienverlauf und den Haltestellenlagen ein sehr gutes Ergebnis. Dazu hat auch das intensive und frühzeitige Bürgerbeteiligungsverfahren beigetragen. Nach dem jetzigen Zeitplan können wir im kommenden Jahr die kompletten Planungen abschließen und Anfang 2019 in das Planfeststellungsverfahren gehen."

Verkehrsmodellberechnungen im Sommer 2017 hatten ergeben, dass die voraussichtliche Anzahl an umsteigenden Fahrgästen (und damit die Netzwirkung der U5) für die Sengelmannstraße (U1/U5) deutlich höher sind als zunächst angenommen. Die entsprechenden Werte für die Haltestelle Rübenkamp (S1/U5) fielen dagegen niedriger aus als erwartet. Die Ergebnisse der Verkehrsmodellberechnungen in Kombination mit dem kürzeren Streckenverlauf und den kürzeren Fahrzeiten von Bramfeld/Steilshoop zur Sengelmannstraße und die geringeren Baukosten gaben letztlich den Ausschlag für die jetzt beschlossene Nordvariante.


Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der HOCHBAHN: "Wir haben eine optimale Lösung für die angebundenen Stadtteile. Auf dem Weg dahin haben wir viel über die Parallelität von laufenden Planungsprozessen und früher Bürgerbeteiligung gelernt. Das werden wir für die nächsten Planungsschritte nutzen. In jedem Fall ist das Planungsergebnis der U5 Ost ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass die von uns gewählte Form der frühen Bürgerbeteiligung richtig ist."


Bei der U5 Mitte, die von der City Nord über die Innenstadt Richtung Siemersplatz führen soll, läuft aktuell die Machbarkeitsuntersuchung. Die Ergebnisse sollen im kommenden Frühjahr vorliegen. Gestartet ist auch die Machbarkeitsuntersuchung der U5 West in Richtung Arenen und Osdorfer Born. Hier gibt es noch zwei Varianten: eine Weiterführung der U5 oder eine S-Bahn-Anbindung an den Bahnhof Diebsteich.

 

 



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