Voraussetzungen für Direktvergabe geschaffen

Unternehmen | 01.04.2019

  • HOCHBAHN trennt sich von BeNEX-Beteiligung
  • INPP übernimmt Anteile zu 100 Prozent
  • Direktvergabe für Bus- und U-Bahn-Betrieb soll Ende 2019 erfolgen

Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) wird sich von ihrer Beteiligung an der BeNEX GmbH, die die außerhamburgischen Verkehre bündelt, trennen. Erwerben wird die Anteile INPP, die aktuell schon mit 49 Prozent an der BeNEX beteiligt ist. Eine entsprechende Kaufvereinbarung wurde jetzt unterzeichnet. Die Übertragung der Anteile soll laut Vereinbarung bis spätestens Juli erfolgen.

Mit dem Verkauf erfüllt die HOCHBAHN alle formalen Voraussetzungen für die Direktvergabe der Bus- und U-Bahn-Verkehrsleistungen durch die Freie und Hansestadt Hamburg, die für Ende des Jahres vorgesehen ist.

Die angestrebte Direktvergabe ist nach europäischem Recht (EU-Verordnung 1370/2007) nur zulässig, wenn sich das Unternehmen weder direkt noch indirekt außerhalb ihres Heimatmarktes im Wettbewerb betätigt. Hamburg strebt die Direktvergabe für die HOCHBAHN an, wie sie bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) bereits 2016 vollzogen wurde. Hierzu musste sich die HOCHBAHN zunächst von ihrer Beteiligung an der BeNEX trennen.

Gegründet wurde die BeNEX 2007, um die Verkehrsleistungen der HOCHBAHN außerhalb Hamburgs zu bündeln. Unter anderem gehören zur BeNEX die Agilis in Bayern, Cantus in Hessen, ODEG in Ostdeutschland sowie Metronom und Nordbahn in Norddeutschland.