Projekt HEAT

HOCHBAHN-Forschungsprojekt zu fahrerlosen Kleinbussen

 

Es ist ein in Deutschland bislang einmaliges Forschungs- und Entwicklungsprojekt: Noch in diesem Jahr will die HOCHBAHN mit elektrisch automatisiert fahrenden Kleinbussen - dann noch mit einem Fahrzeugbegleiter, der jederzeit eingreifen kann - im Testbetrieb über die Straßen der HafenCity rollen. "Hamburg Electric Autonomous Transportation", kurz HEAT, heißt das Projekt der HOCHBAHN mit namhaften Partnern, u.a. aus der deutschen Industrie. Es ist Teil der städtischen Strategie für Intelligente Verkehrssysteme (ITS) im Handlungsfeld „Automatisiertes und Vernetztes Fahren.

 

HEAT Hamburg
Fünf Meter lang, elektrisch angetrieben: Das ist das Fahrzeug für unser Projekt HEAT in der HafenCity. Ab Mitte 2020 bekommen auch Fahrgäste die Möglichkeit, beim Projekt dabei mit an Bord zu sein. © HOCHBAHN
HafenCity Hamburg
Die HafenCity: Im rotmarkierten Bereich wird der automatisierte Kleinbus im ersten Schritt unterwegs sein.
© HOCHBAHN

Die Zukunft fährt autonom, da sind sich Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sicher. Wann es serienreife Fahrzeuge geben wird, lässt sich aktuell jedoch noch nicht sagen.

Als Vorreiter der Mobilität für Hamburg will die HOCHBAHN deshalb jedoch von Beginn an aktiv an der Entwicklung teilhaben.

 

An dieser Stelle informieren wir Sie fortlaufend mit News, Hintergründen und Fakten zum Projekt.

 

Fragen und Antworten zu HEAT

Die Abkürzung HEAT steht für "Hamburg Electric Autonomous Transportation" (Deutsch: Autonom fahrende elektrische Busse in Hamburg).

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt soll im Testzeitraum bis ins Jahr 2021 zeigen, dass elektrisch angetriebene fahrerlose Kleinbusse sicher im städtischen Straßenverkehr mit Fahrgästen eingesetzt werden können. Das Projekt gehört zu den weltweit ersten, bei denen das autonome Fahren im öffentlichen Straßenverkehr realisiert werden soll. Neben der spezifischen technischen Ausrüstung am und im Fahrzeug wird für eine umfassende Ausstattung der Teststrecke mittels Sensoren und digitaler Streckenkommunikation sowie ein Monitoring durch die HOCHBAHN-Leitstelle gesorgt.

2021 soll HEAT ein zentrales Vorzeigeprojekt im Rahmen des ITS Weltkongresses in Hamburg sein.

Die HOCHBAHN entwickelt für Hamburg intelligente und nachhaltige Mobilität von morgen. Deshalb prüfen wir die Möglichkeiten des autonomen Fahrens, um das Angebot für die Kundinnen und Kunden noch flexibler, noch bedarfsgerechter zu gestalten. Das autonome Fahren ist eine ernstzunehmende neue Technologie, die das Potenzial hat, den Mobilitätsmarkt entscheidend und dauerhaft zu verändern - und insgesamt für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen.


Um uns auf diese möglichen Veränderungen vorzubereiten, setzen wir uns im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsprojektes mit dieser Technologie auseinander. Wir lernen sie stufenweise kennen, um sie bewerten und ggf. für unser Geschäft und unsere Fahrgäste nutzbar machen zu können.

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Autonomes Fahren wird ermöglicht durch drei Komponenten:


• Komponenten im bzw. am Fahrzeug wie Kameras, Radar und Lidar, sowie hochgenaues Kartenmaterial
• außerhalb des Fahrzeugs liegende Infrastruktur: aktive sowie passive Sensoren und digitale Kommunikationssysteme auf der Strecke
• zusätzliche Überwachung durch die HOCHBAHN-Leitstelle

Ab Mitte 2020 sollen Interessierte die Möglichkeit bekommen, automatisiertes Fahren in Hamburg im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojektes zu erleben. Dafür werden sie kurz in die Besonderheiten des Fahrzeugs und seiner Einrichtungen eingeführt und von einem Fahrzeugbegleiter betreut. Interessierte können sich schon jetzt unter heat@hochbahn.de dazu melden.

Ursprünglich sollte der Betrieb mit Fahrgästen bereits Anfang 2020 realisiert werden. Aufgrund eines längeren Zulassungsprozesses und Verzögerungen im Aufbau der Infrastruktur, die im Rahmen eines solchen Forschungsprojekts natürlich entstehen können, wollen wir Hamburg nun im Sommer 2020 an Bord des HEAT-Fahrzeugs begrüßen.

Der automatisierte Kleinbus wird auf einer 1,8 Kilometer langen Strecke in der HafenCity unterwegs sein. Er wird dabei fünf Haltestellen anfahren (drei bestehende und zwei neu eingerichtete). Die Strecke in der HafenCity wurde gewählt, da sie für das Erreichen der Projektziele als gut geeignet bewertet wurde. Die elektrische Versorgung erfolgt auf dem Vattenfall-Gelände in der HafenCity. Dort werden die Carports für HEAT eingerichtet. Ursprünglich war eine längere Teststrecke geplant. Aufgrund von Bauarbeiten für ein neues Shoppingcenter wurde die Strecke eingekürzt, ohne dass dies Einfluss auf das Forschungs- und Entwicklungsprojekt haben wird.

 

• Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Institut für Verkehrssystemtechnik: Durchführung Begleitforschung
• Freie und Hansestadt Hamburg (BWVI): Verkehrsplanung durch LSBG, Integration Gesamtsystem Lichtsignalanlagen durch HHVA, Sicherung rechtlicher Voraussetzungen durch Behörde für Inneres und Sport
• hySOLUTIONS: kümmert sich um alle Fragen und Aufgaben rund um das Thema Elektromobilität, die Erfolgskontrolle und die fachliche und administrative Abstimmung mit dem Zuwendungsgeber
• Ingenieursgesellschaft Auto und Verkehr (IAV): Fahrzeugkonzeption und -weiterentwicklung
• Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM): Untersuchung neuer Betreiber- und Geschäftsmodelle, rechtliche Begleitung für Genehmigungen und Zulassungen
• Siemens Mobility GmbH: straßenseitige Infrastruktur, Sicherheit und Verkehrseffizienz

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