Fahrtreppen und Aufzüge

Einsteigen leicht gemacht

Als 1912 die Hamburger U-Bahn an den Start ging, mussten alle Fahrgäste Treppen steigen – anders erreichten sie die Bahnsteige nicht. Heute nutzen wir vor allem Fahrtreppen und Aufzüge. Wie aber vollzog sich dieser Wandel? Das möchte HAMBURGmobil-Leser Tors-ten Weber wissen.
 

Die erste Fahrtreppe im öffentlichen Raum Hamburgs wurde 1934 an der Haltestelle Jungfernstieg in Betrieb genommen. Sie brachte 16000 Fahr-gäste pro Stunde ins Rollen – ein stolzes Symbol von Urbanität. 1982, fast 50 Jahre später, empfing an der U-Bahn-Haltestelle Lattenkamp der erste Aufzug seine Fahrgäste: der erste barrierefreie Zugang für mobilitätseingeschränkte Personen. Schließlich nahm auch der weitere barrierefreie Ausbau Fahrt auf: Ab 1990 wurden zwei U-Bahn-Haltestellen pro Jahr  mit Aufzügen, erhöhten Bahnsteigen und einem Leitsystem für sehbehinderte Menschen ausgestattet. Mit dem 2012 gestarteten großen Lift-Programm, das vom Hamburger Senat gefördert wird, beschleunigt die HOCHBAHN den barrierefreien Ausbau – mit verfünffachtem Tempo. So sind bis Ende dieses Jahres bereits 57 U-Bahn-Haltestellen barrierefrei zugänglich. In der zweiten Ausbaustufe ab 2016 werden dann sukzessive weitere Haltestellen einem „Lifting“ unterzogen und fit gemacht für barrierefreie, komfortable Mobilität.