Haltestellenansagen in Bussen

Ein Bus, eine Haltestelle und die Rechnung dazwischen

Wie werden die Haltestellenansagen in Bussen eigentlich gesteuert?

In allen 777 HOCHBAHN-Bussen haben sie einen festen Platz: die Haltestellenansagen. Aber wie werden die eigentlich gesteuert? Das möchte diesmal HAMBURGmobil-Leser Ingo Reese von uns wissen. Na dann: Einsteigen, bitte!


HOCHBAHN-Experte Stephan Reichardt gewährt einen Blick hinter die Bus-Kulissen und erklärt: „Jeder Bus ist mit einem Bordrechner ausgestattet, der alle zu leistenden Fahrten des Tages kennt. Grundsätzlich kann jeder Bus auf jeder Linie und allen Fahrten eingesetzt werden. Die Fahrten werden in sogenannten Fahraufträgen mit einer individuellen Umlaufnummer zusammengefasst“, so der Fachmann für Systemtechnik. Vor Fahrtantritt gibt die Busfahrerin bzw. der Busfahrer genau diese Nummer in den Bordrechner ein. „Somit steht fest, wo der Bus zu welcher Zeit auf welcher Linie fahren muss“, erläutert Stephan Reichardt.



Bus Linie 6 Hamburg
Bus Linie 6
© HOCHBAHN

Für alle Buslinien gibt es genau definierte Fahrwege mit entsprechender Abfolge der Haltestellen. Für jede Haltestelle ist wiederum ein eigener Ansagetext,gegebenenfalls mit dazugehörigen Zusatzinformationen, hinterlegt, z. B.: „Nächste Haltestelle: Gänsemarkt … Übergang zur Linie …“

Während die Fahrerin bzw. der Fahrer die nächste Haltestelle ansteuert, steuert parallel der Bordrechner das Einspielen der entsprechenden Ansage. „Und zwar mit Hilfe einer Kombination aus GPS und einer Zählung der zurückgelegten Wegstrecke“, so der Hochbahner. Jeweils 60 Meter nach Verlassen der Haltestelle wird die nächste verkündet. Das geht so am laufenden Band. Und dieses Band ist lang, sehr lang, denn bei 111 Buslinien und insgesamt 1317 Haltestellen macht das im Schnitt immerhin mehr als 280000 Haltestellenansagen pro Tag oder summa summarum auch satte 394 Stunden Haltestellenverkündung.