Mit dem Riesenbohrer tief in den Boden

Warum wir in Hamburg Probebohrungen durchführen

 

Sie sehen aus wie eine Mischung aus Mini-Kran und Riesen-Bohrmaschine: unsere "Probebohrer". In einigen Stadtteilen Hamburgs geht's im Herbst 2016 im Auftrag der HOCHBAHN tief unter die Erde. Für den geplanten Bau der U5 Ost und der Verlängerung der U4 auf die Horner Geest werden Probebohrungen durchgeführt. Probebohrungen? Was ist das eigentlich?

 



Probebohrungen U5 Ost
Probebohrung in Steilshoop: Die Planungen für die U5 Ost haben begonnen.
© HOCHBAHN

 

Tatsächlich haben im Oktober 2016 mit den Probebohrungen die ersten sichtbaren Maßnahmen zur Planung der U5 in Barmbek-Nord, Bramfeld, der City Nord und in Steilshoop begonnen. Bei sogenannten Baugrundaufschlüssen werden die Bodenverhältnisse entlang der geplanten U-Bahn-Strecke unter die Lupe genommen. „Wir müssen wissen, wie es im Boden aussieht, um den späteren Bau des Tunnels und der Haltestellen genau planen zu können“, sagt Martin Boneß, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der U5 Ost.

 

In Steilshoop hat die HOCHBAHN beispielsweise am Schreyerring und auch in der Gründgenstraße Bohrungen durchführen lassen. „Die Aufschlüsse sind eine zwingende Voraussetzung, damit wir anschließend verschiedene Varianten vergleichen können“, erklärt Martin Boneß.

 

An rund 70 Punkten entlang der späteren U5 wird bis zu 40 Meter tief gebohrt. Pro Tag soll der Bohrer sich etwa zehn Meter tief in die Erde vorarbeiten. Die Geräte haben dabei einen Bohrdurchmesser von etwa 30 Zentimetern.

 

Im November 2016 beginnen auch die Arbeiten längs der vorgesehenen U4-Strecke auf die Horner Geest. An 45 Punkten lässt die HOCHBAHN hier probebohren. Übrigens: Gebohrt wird natürlich nur tagsüber zwischen 7 und 20 Uhr.