Reinigung von elektromechanischen Fahrzeugteilen


Nicht nur sauber, sondern rein

Die HOCHBAHN geht in Sachen U-Bahn-Sauberkeit seit einiger Zeit neue Wege: Lange wurden elektronische und elektromechanische Fahrzeugteile wie Motoren oder Steuerungen trocken (mit Staubsauger und Pinsel) oder nass (mit Hochdruckultraschall) gereinigt. Beides sehr zeitaufwendig und für „Fahrzeug-Innereien“ nur bedingt geeignet. Das Trockeneis-Strahlverfahren ersetzt die vorherigen Verfahren nun.
 

Es reinigt nicht nur gründlicher und schonender, sondern auch schneller. Dabei wird gefrorenes und zu Pellets gepresstes CO2-Gas in einer speziellen Maschine gebrochen. Mit sieben Bar Druck sprengen die entstandenen Eispartikel Schmutz von den Oberflächen. Das Trockeneis verdunstet sofort, sodass kein Wasser entsteht und die hochsensible Technik vor Feuchtigkeitsschäden geschützt ist.



Reinigung Fahrzeugteile
In einer Schallschutzkabine wird der Schmutz an einem U-Bahn-Antriebsmotor mit Trockeneis weggesprengt.
© HOCHBAHN

Einen Haken hat das „Zaubereis“, von dem wöchentlich etwa 300 Kilo verbraucht werden, jedoch: Wie die Vorgängerverfahren ist auch dieses geräuschintensiv –allerdings nur für einige Minuten. Um die Kollegen vor Lärm zu schützen, werden die Geräteteile in einer Schallschutzkabine in der Hellbrookstraße blitzeblank gesprüht.„Safety First“ gilt auch für den Mitarbeiter, der das Gerät reinigt: Weil das scharfkantige Trockeneis zurückprallen kann, sind Ohren, Augen und Gesicht jederzeit zu schützen.