Vom Bus zum "Surf-Spot"

Rund 100 Busse und zwei U-Bahn-Haltestellen hat die HOCHBAHN in den vergangenen Wochen WLAN-fit gemacht. HAMBURGmobil-Leser Hauke Schwers wollte von uns wissen, wie das genau funktioniert.

 



Buslinie 5 der HOCHBAHN mit WLAN
Buslinie 5 mit freiem WLAN © HOCHBAHN

 

„In Hamburgs Untergrund wimmelt es nur so von Kabeln“, erzählt Hochbahner Benjamin Nielsen aus der Fachabteilung Zugsicherungs- und Kommunikationsanlagen. „Bei den beiden Haltestellen Mönckebergstraße und Borgweg war deshalb die große Herausforderung, von der Straße aus einen Zugang für das Glasfaserkabel unseres Telekommunikationspartners zu finden. Nachdem das geschafft war, haben wir pro Haltestelle zwei Zugangspunkte installiert, über die die Fahrgäste sich jetzt drahtlos einwählen können.

 



Technikexperte der HOCHBAHN Benjamin Nielsen
Technikexperte und „Vernetzer“ Benjamin Nielsen.
© HOCHBAHN

“Noch kniffliger aber war die Aufgabe, eine WLAN-Versorgung in Bussen zu ermöglichen. „Die können ja schließlich nicht einfach so verkabelt werden. In jeden Bus, der auf der MetroBus-Linie 5 unterwegs ist, haben wir deshalb einen Router mit eigener SIMKarte eingebaut“, so Benjamin Nielsen. „Der Router strahlt im Bus das WLAN aus und hält über den Mobilfunkstandard LTE die Verbindung zum Internet. Pro Bus können sich aktuell 100 Smartphones oder Tablets gleichzeitig anmelden.“ Eine Herausforderung war dabei unter anderem, bei verschiedenen Busmodellen den besten Standort für den Router zu finden. „Und natürlich musste sichergestellt sein, dass die LTE-Verbindung auch auf der gesamten Linie gegeben ist“, erklärt der Hochbahner. Dafür waren er und seine Kollegen vorab viel in WLAN-Test- Mission unterwegs – konkret in drei provisorisch mit WLAN ausgestatteten Bussen. „Hier haben wir immer wieder die Stabilität und Geschwindigkeit des Netzes überprüft“, so der HOCHBAHN-Fachmann. Ergebnis: Läuft. Na dann: Einsteigen und lossurfen!