Barrierefreier Ausbau

Hamburgs großes Lift-Programm

U-Bahn-Haltesstellenübersicht zum barrierefreien Ausbau
U-Bahn-Haltestellenübersicht zum barrierefreien Ausbau. © HOCHBAHN

 

Die HOCHBAHN arbeitet seit einigen Jahren mit Hochdruck daran, dass alle U-Bahn-Haltestellen Hamburgs auch älteren Menschen, Eltern mit Kinderwagen und Fahrgästen mit Behinderung einen einfachen und komfortablen Zugang zum U-Bahn-Netz bieten. Der barrierefreie Ausbau wird vom Senat der Stadt Hamburg gefördert.

An schon 81 von insgesamt 93 U-Bahn-Haltestellen ist das noch bequemere ein-, aus- und umsteigen heute möglich. Sie alle haben folgendes Lifting von uns erhalten:

  • einem Aufzug pro Bahnsteig
  • (teil-)erhöhten Bahnsteigen für einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg
  • einem taktilen Orientierungssystem für blinde und sehbehinderte Menschen

In den vergangenen Jahren waren wir mit unserem groß angelegten „Lift-Programm“ im Turbotakt unterwegs: 2018 hat die HOCHBAHN zeitgleich an insgesamt 13 Haltestellen gebaut – Barrierefreiheit für insgesamt rund 80.000 Fahrgäste. Im Jahr 2019 konnten wir dann die Arbeiten an fast allen noch fehlenden Haltestellen auf dem östlichen Ast der Linie U1 beenden: Lohmühlenstraße, Ritterstraße, Wandsbeker Chaussee und Alter Teichweg. Allein hier steigen jetzt täglich knapp 100.000 Fahrgäste noch bequemer ein-, aus- und um. An der Haltestelle Lübecker Straße haben wir direkt für beide dort bedienten Linien (U1 und U3) den barrierefreien Zugang gewährleistet. Mit dem Abschluss der Arbeiten an der Haltestelle Joachim-Mähl-Straße hieß es zudem: Barrierefreiheit auf ganzer Linie! Denn seit vergangenem Sommer ist die gesamte Linie U2, wie schon die Linie U4, komplett barrierefrei. Außerdem ging die neue U1-Haltestelle Oldenfelde in Betrieb, natürlich barrierefrei.

Aktuell sind damit 85 Prozent aller U-Bahn-Haltestellen der HOCHBAHN barrierefrei. Vor dem Start des Senatsprogrammes im Jahr 2011 waren es gerade einmal rund 40 Prozent. Damit haben wir den Anteil innerhalb von nur acht Jahren mehr als verdoppelt.

Durchschnittlich arbeiten die Profis der HOCHBAHN rund zwei Jahre lang an den Planungen für den barrierefreien Ausbau einer U-Bahn-Haltestelle. Die Ausbaumaßnahmen selbst dauern dann oft ebenfalls mindestens ein oder zwei Jahre. Denn: Eine Standardlösung gibt es nicht. Jede Haltestelle hat ihre individuellen Gegebenheiten, die baulich berücksichtigt werden müssen.

 

Haltestelle Langenhorn Markt Aufzug
Barrierefrei: Langenhorn Markt.
Haltestelle Hamburger Straße Aufzug
Die Haltestelle Hamburger Straße.
Haltestelle Mundsburg Aufzug
Und auch die Haltestelle Mundsburg.

Und wie geht es 2020 weiter?

Die letzte Haltestelle auf dem U1-Ostast, die Haltestelle Straßburger Straße, wird im Sommer 2020 barrierefrei ausgebaut sein – ebenso wie die U1-Haltestellen Fuhlsbüttel Nord und Klein Borstel.

Im Frühjahr 2020 wird die unter Denkmalschutz stehende U3-Haltestelle Landungsbrücken barrierefrei und umfassend saniert sein. Die dortigen sehr umfangreichen Baumaßnahmen zeigen, was für die HOCHBAHN auch in den kommenden Jahren auf dem Programm steht: Jetzt sind vor allem die stark frequentierten innerstädtischen, baulich komplexeren U-Bahn-Haltestellen im Ausbau-Fokus. Wir starten durch mit den Haltestellen Jungfernstieg und Steinstraße (U1) sowie den denkmalgeschützten Haltestellen Mönckebergstraße und Rathaus (U3).

 

Auf der Zielgeraden

Ab 2022 nehmen wir es dann mit den letzten drei verbleibenden U1-Haltestellen auf: Meßberg, Alsterdorf und Hudtwalckerstraße. Ab 2024 (und später) folgen schließlich die U3-Haltestellen Saarlandstraße, Sierichstraße und Sternschanze.

 

Wo geht was?

Hier erhalten Sie einen Überblick über die bereits barrierefrei umgebauten Haltestellen in Hamburgs U-Bahn-Netz – und sehen auf einen Blick, an welchen Haltestellen wann noch Umbaumaßnahmen anstehen.

Sind aktuell alle Aufzüge im HVV-Netz in Betrieb oder hakt es gerade irgendwo? Online erhalten Sie dazu unter hvv.de/aufzugsplan live Auskunft.

 

 

Barrierefreie U-Bahn-Haltestellen Hamburg
© HOCHBAHN