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Fragen und Antworten zur Umstellung auf E-Busse bei der HOCHBAHN:
Parallel zur Umstellung auf E-Busse stellt die HOCHBAHN seit Anfang 2026 die bestehenden Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb schrittweise auf HVO-Kraftstoffe (Hydrotreated Vegetable Oils) um. HVO-Kraftstoffe sind erneuerbare Dieselkraftstoffe, die aus pflanzlichen Ölen, Altspeisefetten oder anderen biogenen Reststoffen hergestellt werden. Abhängig von Rohstoffbasis und Herstellungsprozess reduzieren sich die bilanzierten Treibhausgasemissionen gegenüber fossilem Diesel deutlich. Um eine möglichst hohe Einsparung zu erreichen und gleichzeitig keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion darzustellen, hat die HOCHBAHN in ihrer Ausschreibung gefordert, dass ausschließlich europäisches HVO100 aus 100 Prozent Abfall- und Reststoffen bereitgestellt wird. Die Reduktion über die Herstellung und Verbrennung des Kraftstoffs muss zudem mindestens 85 Prozent gegenüber fossilem Diesel nach DIN EN 590 betragen.
Unsere Busflotte stellen wir gezielt flexibler auf, um im Betrieb krisenfester zu werden. Bis zu 150 neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werden den Bestand deshalb ergänzen. Sie sollen unabhängig von der betriebseigenen Ladeinfrastruktur eingesetzt werden können. Das schafft Spielraum im Alltag und Sicherheit in besonderen Situationen.
Szenarien, in denen eine solche Flotte unseren Betrieb krisenfest machen kann, sind beispielsweise:
- großflächige Störungen der Energieversorgung
- kurzfristig stark steigender Transportbedarf, etwa bei Evakuierungen
Die Kombination aus Elektro- und konventionellen Bussen mit alternativen Kraftstoffen macht den Betrieb insgesamt stabiler und flexibler. Beide Antriebsarten haben je nach Situation eigene Vorteile.
Elektrobusse verursachen durch ihren Antrieb keine direkten CO2-Emissionen und können die Emissionen gegenüber konventionellen Bussen senken. Sie sind besonders im Vorteil, wenn Kraftstoffe knapp sind oder stark im Preis schwanken. Der Betrieb mit Strom sorgt dann für mehr Unabhängigkeit.
Busse mit HVO-Kraftstoff helfen dagegen, wenn vorübergehend nicht genug Strom zur Verfügung steht oder viele Fahrzeuge kurzfristig gebraucht werden.
Wir wollen Hamburg statt mit konventionellen Dieselantrieben zunehmend mit lokal emissionsärmeren Antrieben wie bei Elektrobussen bewegen, aber dabei die globalen Auswirkungen nicht aus den Augen verlieren. Deshalb haben wir bei zwei großen Ausschreibungen für Elektrobusse soziale und ökologische Aspekte entlang der Lieferketten als Zuschlagskriterien verankert. Denn die Kehrseite der klimafreundlicheren Elektromobilität ist: Batteriebetriebene Fahrzeuge stehen aufgrund möglicher negativer ökologischer und sozialer Auswirkungen bei der Batterieproduktion in der Kritik.
Konkret fragen wir in den Ausschreibungen bei den Busherstellern nach ihren Konzepten zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in den Lieferketten. Das heißt, was tun die Hersteller, um Transparenz in die Lieferketten zu bringen und um soziale und ökologische Verantwortung in den Lieferketten zu verankern. Dabei liegt der Fokus in den Zuschlagskriterien auf Maßnahmen mit Blick auf die Batterieherstellung und die Batterierohstoffe.
Betrieben werden unsere E‑Busse mit zertifiziertem Ökostrom.
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