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U3-Haltestelle Saarlandstraße im Umbau

U3 Saarlandstraße

Endspurt für die Barrierefreiheit

Baumaßnahmen an der Haltestelle Saarlandstraße fast geschafft

Seit Anfang 2024 läuft der barrierefreie Ausbau einer der ältesten Haltestellen im Hamburger U-Bahn-Netz: An der 1912 eröffneten U3-Haltestelle Saarlandstraße war von Beginn an klar, dass uns die historische Bausubstanz vor knifflige Herausforderungen stellen könnte. Während der Arbeiten wurden dann tatsächlich zuvor nicht sichtbare Schäden entdeckt. Die Arbeiten fielen somit  deutlich aufwendiger aus als gedacht und erhofft. Die behutsame Sanierung des historischen Bauwerks braucht weiterhin Fingerspitzengefühl, Zeit und Liebe zum Detail.   

Aus diesem Grund konnte bislang auch der Verzug aus dem Winter nicht aufgeholt werden, dessen frostige Temperaturen Beton- und Putzarbeiten zeitweise verhindert haben.

Die Inbetriebnahme des Aufzugs Richtung Borgweg erfolgt daher im Herbst 2026

Bis dahin sind im endgültigen Zeitplan außerdem folgende Schritte vorgesehen:

  • Im zweiten Treppenaufgang werden die nach historischem Vorbild von einer speziellen Manufaktur einzeln gefertigten Fliesen in drei unterschiedlichen Farbnuancen angebracht.

  • Anfang September werden beide Treppenhäuser nutzbar sein und die temporäre Brücke zwischen den Gleisen kann entfernt werden.

  • Im Herbst öffnen wir den optisch an das historische Original angelehnten zweiten Zugang

 

Bis zur Fertigstellung erledigen wir - bei laufendem U-Bahn-Betrieb - außerdem dies:

• Austausch der Fenster im zweiten Treppenhaus

• neue Decke und Beleuchtung in den Schalterhallen

• Herstellung des historischen Zugangs unter der Brücke als dauerhafte Ergänzung zum Hauptzugang

 

Bereits geschafft haben wir:

• Verlängerung der Bahnsteige auf 125 Meter

• neue Dächer für beide Treppenhäuser

• umfassende Gleisbau- und Weichenarbeiten

• denkmalschutzgerechte Sanierung der Hauptschalterhalle und des ersten Treppenhauses

 

Ab Herbst 2026 wird die Haltestelle für ihre heute täglich über 11.000 Fahrgäste vollständig barrierefrei sein. Mit ihr werden gut 98 Prozent unserer U-Bahn-Haltestellen über einen Aufzug pro Bahnsteig, ein taktiles Leitsystem und (teil-)erhöhte Bahnsteige für einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg verfügen.

Der barrierefreie Haltestellenausbau wird durch die Freie und Hansestadt Hamburg gefördert.

Rückblick: Die Geschichte der Haltestelle Saarlandstraße

Ein historisches Foto der U3-Haltestelle Saarlandstraße

Ursprünglich 1912 als "Flurstraße" eröffnet, wurde sie später zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. 1924 erfolgte die Umbenennung in "Stadtpark", 1927 folgte ein umfangreicher Ausbau nach den Plänen des Architekten Walter Puritz. Dieser umfasste unter anderem einen zweiten Bahnsteig und ein großzügiges Eingangsgebäude. Einzigartig im Netz der HOCHBAHN ist bis heute, dass jeder Bahnsteig nur eine Fahrtrichtung bedienen kann. Im Jahr 1970 erhielt die Haltestelle ihren endgültigen Namen "Saarlandstraße", um Verwechslungen mit der gleichnamigen S-Bahn-Station zu vermeiden. Zuletzt haben wir 2012 an der Haltestelle gebaut und damals bereits erste Schritte Richtung Barrierefreiheit unternommen.

Die Haltestelle Saarlandstraße auf einer historischen Aufnahme

Die Haltestelle Saarlandstraße auf einer historischen Aufnahme


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