Ausblick 2026: Die U5 kommt in die ganze Stadt
Im Jahr 2026 wird die U5 in ganz Hamburg erlebbar: Zum Jahresende werden die Planungen für die nächsten zwei Abschnitte der geplanten U-Bahn-Linie abgeschlossen. Außerdem werden Strecke und Haltestellenlagen für die Verlängerung bis Osdorf festgelegt. Für den Abschnitt City Nord–Jarrestraße wird vorbehaltlich des weiteren Verfahrens der Planfeststellungsbeschluss erwartet. Gleichzeitig stehen entlang des ersten Bauabschnitts vor allem zwei große Meilensteine an: Der zweite Bahnsteig an der Haltestelle Sengelmannstraße wird fertiggestellt und in der City Nord wird die erste komplette U5-Haltestelle im Rohbau stehen.
U5-Planungen auf der Zielgeraden
Aktuell befindet sich der Streckenverlauf der U5 zwischen der Jarrestraße und den Arenen in der Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Für zwei Abschnitte entlang dieses Verlaufs wird die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH diese Planung voraussichtlich bis zum Ende des Jahres abschließen, sodass sie im Anschluss für das Planfeststellungsverfahren an die zuständige Behörde übergeben werden kann: östlich der Alster der rund 3,7 Kilometer lange Abschnitt von der Jarrestraße bis St. Georg sowie westlich der Alster der 4,4 Kilometer lange Abschnitt zwischen Gärtnerstraße und Hagenbecks Tierpark. Während die Lage der Haltestellen für diese Abschnitte bereits feststeht, werden derzeit erste Grundlagen für die weiterführende Ausführungsplanung erarbeitet (z.B. Bauablauf und Logistik).
Wie auch bereits auf den vorangegangenen Abschnitten wird die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH im Rahmen der abgeschlossenen Planungen den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort noch vor Beginn des Planfeststellungsverfahrens die aktuellen Ergebnisse sowie das weitere Vorgehen vorstellen.
Damit die Hamburgerinnen und Hamburger möglichst frühzeitig von der U5 profitieren können, ist geplant, Teilstrecken schon vorzeitig in Betrieb zu nehmen. Dabei sind die Planungsabschnitte nicht zwingend identisch mit den späteren Teilinbetriebnahmen. Bei der Prüfung von Teilinbetriebnahmen liegt ein wesentlicher Fokus auf den Schnittstellen der U5 zum Bestandsnetz. Der sich aktuell im Planfeststellungsverfahren befindliche Abschnitt City Nord–Jarrestraße ist ein Beispiel dafür: Aufgrund der Verknüpfung zur U3 am Borgweg ist vorgesehen, die Teilstrecke bereits vorzeitig in Betrieb zu nehmen, während die Weiterführung bis zur Jarrestraße bis 2035 folgen soll.
Auch für diesen Planungsabschnitt wird es spannend im Jahr 2026: Vorbehaltlich des weiteren Planfeststellungsverfahrens erwartet die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH den Planfeststellungsbeschluss im Verlauf der zweiten Jahreshälfte. Bei planmäßigem Verlauf können damit bereits in diesem Jahr die ersten vorbereitenden Baumaßnahmen im Bereich Barmbeker Straße/Wiesendamm starten. Die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH wird die Menschen in Winterhude rechtzeitig über die ersten baulichen Maßnahmen informieren. Die letzte Informationsveranstaltung zum Abschluss der Planungen im Juni 2024 stieß mit rund 400 Menschen am Kampnagel auf hohes Interesse.
Lurup und Osdorf: Festlegung der Haltestellenlagen
Auch die Planungen für eine Verlängerung der U5 von den Arenen über Lurup bis nach Osdorf laufen bereits auf Hochtouren. Das Ziel: Im Verlauf des Jahres soll aus mehreren möglichen Streckenverläufen eine Vorzugsvariante festgelegt werden. Bis zum Ende des Jahres sollen dann die konkreten Lagen der beiden Haltestellen in Lurup und Osdorf sowie die Kostenschätzung stehen.
Klaus Uphoff, technischer Geschäftsführer der HOCHBHN U5 Projekt GmbH: „Das Jahr 2026 zeigt: Die U5 wird immer präsenter – überall in der Stadt. Während die Arbeiten auf dem ersten Bauabschnitt weiterhin nach Plan laufen, werden erstmals auch Teilstrecken sowohl im Innenstadtbereich als auch westlich der Alster durch die fortschreitende Planung konkret. Gleichzeitig sprechen wir in diesem Jahr schon über die finale Lage der Haltestellen in Lurup und im Osdorfer Born. Und im Bereich des Borgweg wollen wir bereits mit den ersten Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt beginnen. Die U5 wird damit immer mehr Realität.“
Zwei große Meilensteine im Bau
Spürbar wird diese Realität vor allem auf dem ersten Bauabschnitt der U5 zwischen Bramfeld und City Nord. Hier liegen die Bauarbeiten weiterhin im Zeit- und Kostenplan. Im Bereich der künftigen Haltestellen Bramfeld und Barmbek Nord werden in diesem Jahr die Baugruben weiter ausgehoben, in Steilshoop beginnen die Aushubarbeiten im Sommer. Aktuell laufen hier die Schlitzwandarbeiten, in deren Schutz dann die spätere Baugrube entsteht.
Im Bereich der Haltestelle Sengelmannstraße und der City Nord werden in diesem Jahr wichtige Voraussetzungen für den ersten Probebetrieb der vollautomatischen U5 geschaffen, der Ende 2027 starten soll. Mitte des Jahres soll die gesamte Haltestelle „City Nord (Stadtpark)“ im Rohbau stehen. Damit ist die erste Haltestelle der neuen U-Bahn-Linie inklusive Treppenanlagen sowie Schalterhallen- und Bahnsteigebene begeh- und erlebbar. Parallel startet bereits der technische und architektonische Innenausbau. Auch für die Haltestelle „Sengelmannstraße“ steht in diesem Jahr ein großer Meilenstein an: Im Herbst wird der zweite Bahnsteig eröffnet. Künftig wird die Haltestelle sowohl von der U1 als auch von der U5 angefahren und ermöglicht Fahrgästen einen bahnsteiggleichen und damit maximal komfortablen und schnellen Umstieg zwischen den beiden Linien.
Damit das möglich ist, finden aktuell wichtige Bauarbeiten östlich der Haltestelle Sengelmannstraße statt: Hier entsteht ein Kreuzungsbauwerk, bei dem die mittig gelegenen Gleise der künftigen U5 von der Sengelmannstraße aus in Richtung Barmbek Nord in den Untergrund abtauchen, während die stadtauswärtsfahrende U1 auf einer rund fünf Meter hohen Brücke über den Trog der U5 geführt wird und weiter in Richtung Ohlsdorf verläuft. Diese Kreuzung der beiden Linien ist Voraussetzung, um die U1-Gleise an der Haltestelle Sengelmannstraße nach außen und die U5-Gleise dazwischen zu legen, damit die Fahrgäste bahnsteiggleich pro Fahrtrichtung umsteigen können. Das Kreuzungsbauwerk wird bis zur Eröffnung des zweiten Bahnsteigs fertiggestellt, damit die Gleise der U1 bis dahin bereits in ihre finalen Lagen gebracht werden können.
Menschen können ihren Haltestellennamen wählen
Mit dem deutlichen Projektfortschritt wird die gesamte U5 immer präsenter. Neben den geplanten Informationsangeboten zu den Planungsabschnitten in den jeweiligen Stadtteilen werden auch weiter Baustellenführungen angeboten. Im letzten Jahr haben sich über 2300 Besucherinnen und Besucher ein Bild von den Bauarbeiten in der City Nord gemacht.
Ein ganz besonderes Highlight soll im Laufe des Jahres folgen: Die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH wird die Hamburgerinnen und Hamburger in diesem Jahr wieder dazu aufrufen, sich an der Namenssuche für Haltestellen zu beteiligen. Der Start des Namenswettbewerbs sowie die Haltestellen, deren Namen zur Wahl stehen werden, werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.
Petra Welge, kaufmännische Geschäftsführung der HOCHBAHN U5 Projekt GmbH: „Nicht nur die baulichen Planungen werden in diesem Jahr konkret: 2026 möchten wir mit allen Hamburgerinnen und Hamburgern über die Namen der künftigen U5-Haltestellen abstimmen. Für mich persönlich ist das ein großes Highlight, denn ich freue mich, die U5 nicht nur für, sondern auch mit den Menschen zu gestalten.“
Die U5 wird Hamburg auf einer rund 29 Kilometer langen Strecke verbinden – von Bramfeld im Osten über die Innenstadt bis nach Osdorf im Westen. Insgesamt 24 Haltestellen sind geplant, sieben davon mit komfortablem Umstieg in das bestehende U- und S-Bahn-Netz. Mehr als 180.000 Hamburgerinnen und Hamburger erhalten so erstmals oder deutlich bessere Anbindungen an die Schnellbahn. Nach Fertigstellung der gesamten Linie wird die U5 täglich mehr als 315.000 Fahrgäste schnell, zuverlässig und umweltfreundlich ans Ziel bringen.
Wird Zeit. Wird gemacht. Wird gut.