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Visualisierung eines künftigen DT6-Zugs, der auf der Linie U3 vor der Hamburger Elbphilharmonie fährt.

Presse & Medien

U5 Bramfeld - Überraschung in sieben Meter Tiefe

Millionen Jahre alter Findling auf der U5-Baustelle

Überraschungsmoment auf der U5-Baustelle in Bramfeld: Beim Ausheben der Baugrube für die künftige U5-Haltestelle ist das Team auf einen Findling gestoßen. Der Granitstein wiegt rund 22 Tonnen und umfasst eine Größe von rund 8m(3,2x2,5x2,1m). Das Besondere: Nach Schätzung des Geologischen Landesamts ist der Findling mehrere Millionen Jahre alt und wurde in der Saale-Eiszeit vor rund 200 000 Jahren mit dem Gletscher nach Hamburg transportiert. Das Fundstück wurde nun aus der Baugrube geborgen und soll der Stadt Hamburg als Naturdenkmal erhalten bleiben. 

Patrick Kunath, U5-Teilprojektleiter für die Baustelle Bramfeld: „Ein Findling wie dieser ist auch für ein Großbauprojekt wie die U5 eine absolute Besonderheit und kommt nicht alle Tage vor. Beim Ausheben ist die Baggerschaufel in rund sieben Meter Tiefe auf ihn gestoßen. Eine Attraktion, die nicht nur die Aufmerksamkeit aller Beteiligten auf der Baustelle erhielt, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen des Geologischen Landesamts auf den Plan rief.“  

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Dieser Fund in Bramfeld ist eine echte Sensation – so ein geologisches Schwergewicht haben wir in Hamburg seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr ans Licht befördert! Mit schätzungsweise 22 Tonnen wiegt der Koloss in etwa so viel wie ein ausgewachsener Buckelwal. Damit reiht er sich direkt in die Riege der berühmten Hamburger Großfindlinge ein, angeführt vom ‚Alten Schweden‘.

Der Fund zeigt mal wieder, welche faszinierenden Überraschungen der Hamburger Untergrund bereithält. Ich freue mich sehr, dass unsere Stadt um eine geologische Attraktion reicher ist. Wo genau der Stein sein neues Zuhause findet, klären wir jetzt zügig, damit sich alle Hamburgerinnen und Hamburger bald selbst ein Bild von ihm machen können. Und damit der graue Riese genau wie sein prominentes Vorbild an der Elbe einen eigenen Namen bekommt, laden wir alle herzlich ein, sich an der Suche über Social Media zu beteiligen. Ich bin gespannt auf alle kreativen Ideen!“

Thomas Ritzenhoff, Leiter des Bezirksamtes Wandsbek: „Wandsbek hat viel zu bieten – und das an ganz unvermuteten Stellen! Der Fund dieses beeindruckenden Findlings ist eine besondere Bereicherung für unseren Stadtteil. Nach der Bergung werden wir nach einem passenden Standort suchen, an dem er als sichtbares Zeichen unserer geologischen Geschichte und als neues Wahrzeichen für Bramfeld erhalten bleiben kann.“

Bereits vor Baubeginn wird das Erdreich und die Bodenbeschaffenheit entlang der geplanten U5-Strecke mithilfe von Baugrunderkundungen analysiert, um neben der Festlegung des geeigneten Bauverfahrens idealerweise auch frühzeitig potenzielle Findlinge zu erkunden. Trotz eines engmaschigen Rasters bleibt aber nicht ausgeschlossen, während des Baus auf einen Findling zu stoßen, wie nun in Bramfeld. 

Um den rund 22 Tonnen schweren Findling aus der Baugrube bergen zu können, musste ein mobiler Spezialkran vor Ort aufgebaut werden, der den Findling mithilfe einer Hebevorrichtung heraushob. Aktuell wird in Abstimmung zwischen dem Geologischen Landesamt, dem Bezirksamt Wandsbek sowie der HOCHBAHN U5 Projekt GmbH die weitere Verwendung des Findlings geprüft. Vorerst wird der Findling auf der Baustelle zwischengelagert.

Die Arbeiten für den Bau der neuen U5-Haltestelle können planmäßig fortgesetzt werden. Die Schlitzwandarbeiten sind nahezu abgeschlossen, die Baugrube ist stellenweise auf bis zu 7 Meter Tiefe ausgehoben. Wie auch in Barmbek Nord ist die Baugrube halbseitig mit Stahlbetonplatten überdeckelt, um den Verkehr am Bramfelder Dorfplatz aufrechtzuerhalten. Mit der geplanten Fertigstellung im Jahr 2033 können Bramfelderinnen und Bramfelder mit der neuen, vollautomatischen U-Bahn-Linie in rund 20 Minuten die Hamburger Innenstadt erreichen. 

Wird Zeit. Wird gemacht. Wird gut.

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