Tarifverhandlungen 2026: HOCHBAHN legt Angebot vor
Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) hat heute der Gewerkschaft ver.di ein konkretes Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft hatte im Vorfeld der Verhandlungen 18 Forderungen benannt. Davon betreffen 13 Punkte den Mantel- und fünf den Entgelttarifvertrag.
Aus HOCHBAHN-Sicht sind die aktuellen Tarifverhandlungen zwingend im Kontext der letzten Tarifrunden des Jahres 2024 zu betrachten. Denn die damals vereinbarten deutlichen Verbesserungen sind noch in Umsetzung und entsprechend dabei, ihre volle Wirkung zu entfalten.
Saskia Heidenberger, Personalvorständin und Arbeitsdirektorin der HOCHBAHN sowie Verhandlungsführerin der Arbeitgeberseite: „Wir kümmern uns um unsere Belegschaft und bieten ihnen ein gutes, sicheres und zukunftsgerichtetes Arbeiten. Und so soll es auch bleiben. Das ist insbesondere wichtig, da wir uns in einer wirtschaftlich anspruchsvollen Zeit bewegen.“
Das heute vorgelegte Angebot sieht vor, die Tabellenentgelte sowie die Ausbildungsvergütungen ab dem 1. Juni 2026 um 2,1 Prozent anzuheben. Eine weitere Erhöhung um 2,1 Prozent erfolgt dann zum 1. Januar 2028. Eine faktisch zusätzliche Lohnerhöhung erhalten die Mitarbeitenden durch die bereits vereinbarte sinkende Wochenarbeitszeit am 1. Januar und 1. Juli 2027 um jeweils 0,5 Stunden auf 37 Wochenstunden. Auf das Entgelt umgerechnet handelt es sich hiermit um eine weitere Verbesserung von 2,6 Prozent. Die Laufzeit des Tarifvertrages wird mit dem Ende am 31. Dezember 2028 so gestaltet, dass sowohl Entgelt- und auch Manteltarifvertrag zeitgleich neu verhandelt werden können.
Saskia Heidenberger weiter: „Wir haben ein gutes Angebot vorgelegt, das auf die Belange der Mitarbeitenden eingeht und gleichzeitig unserer wirtschaftlichen Verantwortung gegenüber der Stadt gerecht wird“.
In Bezug auf die vergangenen und kommenden Streiks sagt Saskia Heidenberger: „Streiks werden immer auf dem Rücken unserer Fahrgäste ausgetragen. Nur am Verhandlungstisch werden wir Ergebnisse erzielen.“
Erst zum 1. Januar 2024 waren die Entgelte der HOCHBAHN Beschäftigten um 3 Prozent sowie zum 1. Januar 2025 um 2,4 Prozent angehoben worden. Darüber hinaus wurde eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich in mehreren Schritten von 39 auf 37 Stunden bis zum Jahr 2027 vereinbart. Der Urlaubsanspruch stieg mit dem 1. Januar 2026 auf 31 Tage und die Schichtzulagen wurden deutlich erhöht. Mit den vorangegangenen Entgelterhöhungen im Jahr 2023 um 4,5 Prozent, liegen die Kostenerhöhungen durch Tarifanpassungen bei der HOCHBAHN bei rund 100 Millionen Euro.