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Visualisierung eines künftigen DT6-Zugs, der auf der Linie U3 vor der Hamburger Elbphilharmonie fährt.

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Tarifverhandlungen 2026: HOCHBAHN legt erweitertes und verbessertes Angebot vor

Höhere Tarifsteigerungen um bis zu 5,7 Prozent angeboten

In der heutigen Verhandlungsrunde zum Mantel- und Entgelttarifvertrag zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) hat die HOCHBAHN ein erweitertes und verbessertes Angebot vorgelegt. Im Vergleich zum ersten Angebot wird das Entgelt der Mitarbeitenden in drei Schritten um bis zu 5,7 Prozent erhöht. Auch würde die erste Tarifsteigerung bereits rückwirkend ab dem 01. Januar 2026 gelten:

  • Steigerung des Entgelts um 2,1 Prozent (mindestens 90 Euro) ab dem 01. Januar 2026. Der Mindestbetrag wirkt in der größten Arbeitnehmergruppe, dem Fahrdienst wie eine Steigerung um 2,5 Prozent.
  • Steigerung des Entgelts um 1,0 Prozent ab dem 01. Januar 2027 bei gleichzeitiger bereits beschlossener Arbeitszeitverkürzung um eine Stunde auf 37 Stunden Wochenarbeitszeit.
  • Steigerung des Entgelts um weitere 2,1 Prozent ab dem 01. Januar 2028.

Damit liegt das Entgeltangebot der HOCHBAHN bei einem Plus von 5,3 Prozent. Mit Blick auf den Fahrdienst und somit auf das Kerngeschäft der HOCHBAHN mit rund 4.800 Mitarbeitenden liegt das Plus gemessen an der größten Entgeltgruppe sogar bei 5,7 Prozent.

Saskia Heidenberger: „Mit diesem Angebot haben wir uns deutlich auf die Gewerkschaft zubewegt. Gleichzeitig zeigen wir ver.di, dass es keinen Grund für weitere Streiks gibt.“

Das neue Angebot der Arbeitsgeberseite enthält weiterhin einen Vorschlag zur Umwandlung eines Teils der bereits vereinbarten Arbeitszeitabsenkung im Jahr 2027 von 0,5 Stunden Wochenarbeitszeit in eine Gehaltssteigerung von zusätzlichen 1,3 Prozent. Diese Option würde den Arbeitsnehmerinnen und Arbeitnehmern ein Gehaltsplus von insgesamt 6,6 Prozent, in der größten Entgeltgruppe des Fahrdienstes von bis zu 7,1 Prozent bringen.

Zusätzlich bietet die HOCHBAHN die folgenden Punkte an:

  • Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 120 Euro in drei Schritten (jeweils 40 Euro zum 1.1.), was im ersten Lehrjahr eine Erhöhung um 9 Prozent bedeutet.
  • Senken des Arbeitnehmerbeitrages zum Deutschlandticket auf 50 Prozent (entspricht aktuell 31,50 Euro).
  • Kostenübernahme von 85 Prozent der Führerscheinkosten für Auszubildende mit entsprechender Zielstelle.
  • Einen Tag Freistellung im Jahr für ehrenamtliche Tätigkeiten.
  • Verbesserungen bei Freistellungsregelungen

Ziel ist ein schneller Abschluss der Tarifverhandlungen ohne weitere Streiks. Gleichzeitig muss ein angestrebtes Verhandlungsergebnis den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der HOCHBAHN sowie der Freien und Hansestadt Hamburg als Gesellschafterin gerecht werden.

Saskia Heidenberger, Personalvorständin und Arbeitsdirektorin der HOCHBAHN sowie Verhandlungsführerin der Arbeitgeberseite: „Die HOCHBAHN hat ein attraktives Angebot vorgelegt. Das Paket aus Gehaltssteigerungen und verbesserten Arbeitsbedingungen ist ein Beleg für unseren festen Willen, das Mögliche für unsere Mitarbeitenden umzusetzen. Wir müssen bei allem guten Willen aber auch auf das Machbare achten und unsere wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten.“

Die Gewerkschaft hatte im Vorfeld der Verhandlungen 18 Forderungen benannt. Davon betreffen 13 Punkte den Mantel- und fünf den Entgelttarifvertrag. Bereits heute nimmt die HOCHBAHN eine führende Rolle als attraktive Arbeitgeberin in der Branche ein.

Aus HOCHBAHN-Sicht sind die aktuellen Tarifverhandlungen zwingend im Kontext der letzten Tarifrunden zu betrachten. So liegt beispielsweise der Anspruch auf Jahresurlaub seit dem 01. Januar 2026 bei 31 Tagen. Der 24. und 31. Dezember sind arbeitsfrei. 

Die Arbeitsentgelte im Fahrdienst sind seit 2023 um 17 % bis 19 % gestiegen (je nach Erfahrungsstufe) – für alle Personen im Fahrdienst bedeutet das ein Plus von 520€ / Monat unter Berücksichtigung der Mindestbeträge. 

  • 01.01.2023: Erhöhung der Entgelte um 4,5%, aber mindestens 300€
  • 01.01.2024: Erhöhung der Entgelte um 3%, aber mindestens 100€
  • 01.01.2025: Erhöhung der Entgelte um 2,4%, aber mindestens 120€

Die nächste Verhandlungsrunde findet bereits am kommenden Montag, 9. März statt.