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Visualisierung eines künftigen DT6-Zugs, der auf der Linie U3 vor der Hamburger Elbphilharmonie fährt.

Presse & Medien

U5: Entscheidende Bauphase an der Sengelmannstraße

Voraussetzung für bahnsteiggleichen U1/U5-Umstieg wird geschaffen

Im Windschatten der aktuellen U1-Sperrung werden im Bereich der Haltestelle Sengelmannstraße derzeit die Voraussetzungen geschaffen, damit sich die Züge der U1 und der neuen, vollautomatischen U5 künftig je Fahrtrichtung am gleichen Bahnsteig treffen. Das Ziel: Bei Wiederinbetriebnahme Mitte Oktober fährt die U1 bereits in finaler Lage über die außen gelegenen Gleise und schafft damit in Mittellage Platz für den weiteren Ausbau der U5. Um das zu ermöglichen, muss die neue Trasse des stadtauswärtsfahrenden U1-Gleises fertiggestellt werden. Dazu gehören neben der Eröffnung des zweiten Bahnsteigs ebenso anspruchsvolle Bauwerke westlich und östlich der Haltestelle, an denen sich die Linien U1 und U5 künftig kreuzen. 

Westlich der Haltestelle führt das stadtauswärtsfahrende U1-Gleis über den U5-Tunnel. Bislang war dafür eine provisorische Gleisbrücke über der offenen U5-Baugrube eingerichtet. Im Rahmen der aktuellen U1-Sperrung wurde diese bereits erfolgreich ausgehoben. Gleiches muss nun für die provisorische, rund 40 Meter lange Brücke erfolgen, auf der die Güterumgehungsbahn der Deutschen Bahn liegt. Die Güterumgehungsbahn muss hierfür zeitweise gesperrt werden. Sobald auch diese Brücke erfolgreich ausgehoben ist, kann im Anschluss an dieser Stelle die Decke des U5-Tunnels geschlossen werden, um die finalen Gleistrassen darüber zu verlegen. 

Da das stadtauswärtsfahrende U1-Gleis nach außen gelegt wird, kreuzen sich die U-Bahn-Linien auch östlich der Haltestelle Sengelmannstraße. Die U1-Züge Richtung Ohlsdorf fahren künftig über eine im Bogen verlaufende, rund fünf Meter hohe Brücke, die über den in Richtung Barmbek Nord abtauchenden U5-Trog führt. Um die U1 Mitte Oktober wieder in Betrieb nehmen zu können, befindet sich auch der Bau dieses Brückenbauwerks im Endspurt.  

Klaus Uphoff, technischer Geschäftsführer der HOCHBAHN U5 Projekt GmbH: „Der Neubau einer U-Bahn-Linie im Bereich bestehender Infrastruktur mit U1 und DB-Strecke ist schon anspruchsvoll. Hier kommt aber noch mehr hinzu: Um den Fahrgästen mit einem künftig bahnsteiggleichen Umstieg zwischen U1 und U5 an der Sengelmannstraße den höchsten Komfort zu bieten, müssen wir neben dem Neubau der U5 ebenso die U1 umbauen. Dafür läuft aktuell die heiße Phase: Bis zum Ende der Sperrung bringen wir die U1 in ihre finale Lage und schaffen damit mittig Platz für den weiteren Ausbau der U5.“

Sven Möller, U-Bahn-Betriebsleiter der Hamburger Hochbahn AG: „Der bahnsteiggleiche Umstieg ist ein Qualitätsmerkmal in unserem Hamburger U-Bahn-Netz, das Fahrgäste bereits von Haltestellen wie der Kellinghusenstraße oder dem Berliner Tor kennen. Um diesen Komfort künftig auch an der Sengelmannstraße zu bieten, gehen wir im Bau die Extrameile. Uns ist trotzdem wichtig, die bauzeitlichen Einschränkungen für unsere Fahrgäste so weit wie möglich zu begrenzen. Deshalb haben wir uns eng mit den Kolleginnen und Kollegen der U5 abgestimmt, sodass die Arbeiten im Windschatten der geplanten U1-Sperrung für das Projekt Ohlsdorf stattfinden können.“

Die Sengelmannstraße ist Teil des ersten, rund sechs Kilometer langen Bauabschnitts der U5 von Bramfeld bis zum Überseering in der City Nord. 2029 soll die U5 zwischen der City Nord und Sengelmannstraße erstmals ihren Betrieb für Fahrgäste aufnehmen, 2033 folgt die Inbetriebnahme bis Bramfeld.

Wird Zeit. Wird gemacht. Wird gut. 

 

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