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Grünes Hamburg: Die Stadt mit der Alster aus der Luft fotografiert

Energie und Klima

Klimaschutz und Energieeffizienz bei der HOCHBAHN

Auch wir, die HOCHBAHN, sind als größtes Nahverkehrsunternehmen Hamburgs in der Pflicht, unsere Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Der Klimawandel geht uns alle an. Er gehört zu den kritischsten globalen Risiken unserer Zeit. Doch wir alle haben einen wichtigen Hebel, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen: die urbane Mobilität. Dieser Verantwortung für die Stadt ist sich die HOCHBAHN bewusst.

Im Jahr 2024 ließen sich 29 Prozent des CO2-Fußabdrucks in Hamburg auf den Verkehr zurückführen.

Bis 2050 wird erwartet, dass 70 bis 80 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Deshalb ist für uns klar:

Auch wir, die HOCHBAHN, sind als größtes Nahverkehrsunternehmen Hamburgs in der Pflicht, unsere Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat 2024 Vorgaben zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Entwicklung von Klimaschutzstrategien für ihre öffentlichen Unternehmen beschlossen. Die HOCHBAHN richtet ihre Klimaschutzstrategie an diesen Vorgaben sowie den Klimazielen der Freien und Hansestadt Hamburg aus.

Emissionen, auf die wir direkten Einfluss haben

Gemäß städtischer Vorgabe sollen die konzernweiten Treibhausgasemissionen aus dem Energieverbrauch und dem Verlust flüchtiger Gase (Scope 1 und 2) im Vergleich zum Basisjahr 2024 bis 2030 um mindestens 50 Prozent und bis 2040 um mindestens 90 Prozent reduziert werden. 

Die HOCHBAHN misst bereits seit 2019 ihre Scope 1 und 2 Emissionen und hat durch gezielte Maßnahmen bereits signifikante Einsparungen erreichen können.

So reduzieren wir Treibhausgasemissionen und sparen Energie:

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Strom aus erneuerbaren Quellen

Unsere Elektrobusse und U‑Bahnen werden mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben. Dieser ist mit Herkunftsnachweisen hinterlegt und stammt zu 100 Prozent aus Anlagen ohne aktuelle Förderung. Zudem sind mindestens 25 Prozent des Stroms aus neueren Anlagen (sechs Jahre oder jünger). So entwickeln wir unseren Energieeinsatz kontinuierlich weiter und reduzieren Treibhausgasemissionen im Betrieb.

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Elektrobusse und Betriebsfahrzeuge

Wir tauschen sukzessive unsere Verbrennerbusse gegen elektrische Fahrzeuge aus. Rund 430 serienreife E-Busse sind heute bereits in unserer Busflotte unterwegs (Stand: Ende 2025). Bis zum Jahr 2031 sollen rund 240 weitere E-Busse hinzukommen. Als Übergangslösung bis zur vollständigen Elektrifizierung nutzen wir zudem HVO100 als Kraftstoff für unsere Verbrennerbusse. Auch unsere Betriebsfahrzeugflotte soll künftig batteriebetrieben unterwegs sein. 

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Schwungradspeicher

Unsere modernen U-Bahn-Züge speisen bis zu 40 Prozent der beim Bremsen entstehenden Energie zurück ins Fahrstromnetz. Andere U-Bahn-Fahrzeuge können diese Energie beim Anfahren wieder aufnehmen. Und wenn gerade keine U-Bahn im Umkreis unterwegs ist, die deren Energie verwenden kann, wird sie gespeichert. Mit Hilfe der zwei Schwungradspeicher sparen wir durchschnittlich über 700.000 Kilowattstunden Energie pro Jahr.

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Wechselrichter

Wechselrichter nutzen ungenutzte Bremsenergie der U-Bahn und wandeln sie in Strom um. Einen solchen haben wir in unserem Unterwerk an der U2-Haltestelle Rauhes Haus. Der Strom kann direkt für Verbraucher im Umfeld eingesetzt werden, zum Beispiel für Beleuchtung oder Fahrtreppen an Haltestellen. Wird die Energie dort nicht benötigt, wird sie in das öffentliche Stromnetz Hamburgs eingespeist. Seit der Inbetriebnahme der Anlage im März 2020 wurden bis Ende 2025 rund 4,2 Millionen kWh Bremsenergie in Strom umgewandelt. Das entspricht der Energiemenge für die Zubereitung von etwa 140 Millionen Tassen Kaffee.

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Rolltreppen

Immerhin 140.000 kWh pro Jahr sparen unsere Rolltreppen durch kürzere Nachlaufzeiten. Denn wenn kein Fahrgast mehr die Treppe nutzt, muss sie auch nicht laufen.

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LED an Haltestellen

740 Hamburger Familienhaushalte können für ein Jahr mit dem Strom versorgt werden, den wir seit 2019 jährlich durch LED statt Leuchtstofflampen einsparen. 2,96 Millionen Kilowattstunden weniger Strom bedeuten unsere seit 2018 durchgeführten Tauschaktionen auf Haltestellen, Betriebshöfen und Werkstätten.

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Heizen und Kühlen

Durch den sukzessiven Austausch fossiler Heizkessel im Bestand und den ausschließlichen Einbau von Heizsystemen mit erneuerbaren Energien im Neubau verringern wir unsere Emissionen beim Heizen und Kühlen unserer Betriebs- und Verwaltungsstandorte.

Zahlen, Daten, Fakten

Mit dem Erfolgskompass bringt die HOCHBAHN Transparenz in die Welt des Hamburger ÖPNV. Und liefert alle wichtigen Kennzahlen zu Themen wie Betriebsleistung, Kundenzufriedenheit, Nachhaltigkeit oder Wirtschaftlichkeit – öffentlich für alle zugänglich.

Zum Erfolgskompass

Emissionen, auf die wir indirekten Einfluss haben

 

Neben den Treibhausgasemissionen (THG) auf die wir direkten Einfluss durch unser Handeln haben, sind auch indirekte Emissionen aus unserer Wertschöpfungskette von hoher Relevanz. Wenn wir beispielsweise Produkte und Dienstleistungen einkaufen oder unsere Infrastruktur bauen, entstehen Treibhausgasemissionen durch unseren Auftrag, durch den Rohstoffeinsatz, die Produktherstellung oder durch fossilen Energieeinsatz in der Leistungserbringung.

Gemäß städtischer Vorgabe sollen die konzernweiten Treibhausgasemissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) im Vergleich zum Basisjahr 2024 bis 2030 um mindestens 25 Prozent und bis 2040 um mindestens 90 Prozent reduziert werden. Sollte das Reduktionsziel in 2030 nicht erreichbar sein, kann ein Alternativziel zum Beispiel mit Fokus Lieferantenmanagement gesetzt werden.

Die HOCHBAHN misst daher seit 2024 ihre Scope 3 THG-Emissionen und hat dabei festgestellt, dass diese mit knapp 75 Prozent einen Großteil der Gesamtemissionen ausmachen. Insbesondere die vorgelagerten Emissionen beschaffter Produkte und Dienstleistungen sind von hoher Bedeutung. Auch in diesem Bereich gibt es Maßnahmen, die wir verfolgen, um unsere Treibhausgasemissionen zu reduzieren:

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Bau der U5

Die U-Bahn-Linie 5 soll neue Maßstäbe setzen. Als erste vollautomatische U-Bahn Hamburgs mit einem Takt von bis zu 90 Sekunden natürlich in Sachen Angebot, doch auch bereits zuvor beim Bau. Wir haben uns vorgenommen, beim Bau der U5 die entstehenden Treibhausgasemissionen systematisch zu berücksichtigen und so weit wie möglich zu reduzieren. Hierzu werden neben den Bauprozessen auch die Lieferkette in die Planung einbezogen. Mehr zur U5 und unserer Reduktionsstrategie gibt's hier.

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THG-reduzierte Baustoffe

Um die Herstellungsemissionen unserer Bauwerke zu reduzieren, werden verschiedene Möglichkeiten geprüft und zum Teil bereits umgesetzt. So wurde für die Dachkonstruktion des ZOB Harburg treibhausgasreduzierter Stahl eingesetzt, bei dessen Produktion mit Ökostrom und Elektrolichtbogenverfahren gem. Umweltproduktdeklaration lediglich 299 kg CO2e/t statt der üblichen 688 299 kg CO2e/t entstanden sind. Beim Betriebshof Meiendorf wurde erstmals das Dachtragwerk der Carports aus Holz gebaut. Und beim Busbetriebshof Langenfelde wird das Dienstgebäude mit einer hinterlüfteten Holzfassade errichtet.

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Beschaffungskriterien für ausgewählte Produkte

Für ausgewählte, emissionsintensive Produkte wie beispielsweise Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur, nutzt die HOCHBAHN Zuschlagskriterien bei Vergaben und Vertragsbedingungen, um Transparenz über die THG-Emissionen der Produkte bei ihrer Herstellung zu schaffen und den Anteil an Primärdaten für die THG-Bilanz zu erhöhen. Im Rahmen der Angebotsbewertung werden bei solchen Produkten z.B.  der Einsatz von Ökostrom, Energiemanagementsysteme und Konzepte zum Einsatz recycelter Materialien positiv bewertet. Dabei können auch Informationen aus vorgelagerten Lieferketten berücksichtigt werden, insbesondere bei Batterien.