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Visualisierung eines künftigen DT6-Zugs, der auf der Linie U3 vor der Hamburger Elbphilharmonie fährt.

Presse & Medien

Warnstreik bei der HOCHBAHN angekündigt

HOCHBAHN wird am Donnerstag, 19. März, von ver.di bestreikt

Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) wird am Donnerstag, 19. März 2026, von 3 Uhr, bis Freitag, 20. März, 3 Uhr, bestreikt. Das hat die Gewerkschaft ver.di am heutigen Montag bekannt gegeben. Für die HOCHBAHN ist dieser erneute Streik nicht nachvollziehbar – insbesondere, weil die laufenden Tarifverhandlungen bereits am 23. und 24. März, fortgesetzt werden.

Saskia Heidenberger, Personalvorständin und Arbeitsdirektorin der HOCHBAHN: „Wir haben unser Angebot zuletzt nochmals deutlich verbessert und befinden uns in einem konstruktiven Austausch, der bereits am 23. und am 24. März fortgesetzt wird. Vor diesem Hintergrund ist dieser Streik für uns nicht nachvollziehbar und wird erneut auf dem Rücken unserer Fahrgäste ausgetragen. Wir setzen weiterhin auf eine tragfähige Lösung am Verhandlungstisch!“

Das aktuelle Angebot der HOCHBAHN setzt mit einer Erhöhung von bis zu 8,1 Prozent über die Laufzeit von 30 Monaten ein deutliches Signal für die Beschäftigten. Das Angebot enthält u.a. die folgenden Punkte:

- Steigerung des Entgelts um 2,1 Prozent (mindestens 90 Euro) rückwirkend ab dem 01. Januar 2026. Der Mindestbetrag bedeutet für die größte Arbeitnehmergruppe, den Fahrdienst eine Steigerung um 2,5 Prozent.

- Steigerung des Entgelts um 2,0 ab dem 01. Juli 2027 bei gleichzeitiger bereits beschlossener Arbeitszeitverkürzung um eine Stunde auf 37 Stunden Wochenarbeitszeit. 

- Steigerung des Entgelts um weitere 2,1 Prozent ab dem 01. Mai 2028.

- Laufzeit des Entgelttarifvertrages bis zum 30. Juni 2028.

Damit liegt das Entgeltangebot der HOCHBAHN bei einem durchschnittlichen Plus von 6,6 Prozent. Mit Blick auf den Fahrdienst und somit auf das Kerngeschäft der HOCHBAHN mit rund 4.800 Mitarbeitenden liegt das Plus gemessen an der größten Entgeltgruppe bei 6,8 Prozent.

Der angekündigte Warnstreik wird erhebliche Auswirkungen auf die Kundinnen und Kunden haben. Die HOCHBAHN geht derzeit nicht davon aus, Bus- und UBahnBetrieb zum Streikbeginn aufnehmen zu können. Ob und in welchem Umfang im Tagesverlauf einzelne Leistungen möglich sein werden, wird das Unternehmen situativ prüfen. Nachtfahrten sind ebenfalls vom Streik betroffen. Mit dem Streikende am Freitagmorgen, 3 Uhr, rechnet die HOCHBAHN bei den Bussen mit einem schnellen Wiedereinstieg in den regulären Betrieb. Bei der UBahn kann es in den frühen Morgenstunden jedoch noch zu Verzögerungen kommen.

Die HOCHBAHN bedauert die zu erwartenden Einschränkungen für ihre Fahrgäste. Kundinnen und Kunden sollten nach Möglichkeit auf SBahnen ausweichen, da diese – ebenso wie die Fähren der HADAG – nicht bestreikt werden. Die Schulbusverkehre am Donnerstag finden statt.

Die hvvApp, die hvvswitchApp sowie hvv.de informieren fortlaufend darüber, welche Linien fahren. Darüber hinaus hält die HOCHBAHN ihre Fahrgäste über hochbahn.de sowie auf den SocialMediaKanälen auf dem Laufenden.

Das Angebot der Arbeitsgeberseite enthält weiterhin einen Vorschlag zur Umwandlung eines Teils der bereits vereinbarten Arbeitszeitabsenkung im Jahr 2027 von 0,5 Stunden Wochenarbeitszeit in eine Gehaltssteigerung von zusätzlichen 1,3 Prozent. Diese Option würde den Arbeitsnehmerinnen und Arbeitnehmern ein durchschnittliches Gehaltsplus von 7,9 Prozent, in der größten Entgeltgruppe des Fahrdienstes von bis zu 8,1 Prozent bringen.